Der TSV ist wieder in der 2. Liga

30.04.2018 · Handball

Als Tim Wieling zehn Minuten vor dem Ende seine Treffer Nummer 10 und 11 zur 29:21-Führung des TSV Bayer Dormagen erzielte, machte sich Handball-Geschäftsführer Björn Barthel auf den Weg und holte die „Aufstiegs-Shirts“ aus dem Bus. Das Spiel beim eine Halbzeit lang munter mitspielenden ATSV Habenhausen war entschieden, die Dormagener Rückkehr in die 2. Bundesliga konnte am Samstag in der Bremer Hinni-Schwenker-Halle gefeiert werden. Trainer Ulli Kriebel klatschte seine Spieler ab, verdrückte ein paar Tränen und mit dem Schlusspfiff brachen alle Dämme. „Jetzt haben wir erst einmal riesigen Grund zur Freude und dann beginnt die konkrete Vorbereitung auf die 2. Liga“, sagte Barthel. Ein Spiel steht natürlich auch noch auf dem Programm: Das Mittelrhein-Derby gegen den VfL Gummersbach II am kommenden Samstag, 5. Mai, ab 19 Uhr im TSV Bayer Sportcenter. Dann steigt die große Aufstiegsparty: TSV-Partner Sünner Kölsch spendiert zusammen mit den Handballern 100 Liter Freibier, DJ ArNo sorgt für die musikalische Untermalung. Und drei Spieler werden verabschiedet: Nuno Carvalhais, Jan Hüfken und der langjährige Kapitän Alexander Kübler.

Schon nach einer Viertelstunde sah es im Bremer Ortsteil Habenhausen so aus, als könnten die mitgereisten Fans den vorzeitigen Aufstieg bejubeln. Da führten die Gäste vor allem dank der Treffer der starken Außen Wieling und Peer Pütz mit 9:4. Doch die schon als Absteiger feststehenden Habenhauser kamen nach einer Auszeit zurück ins Spiel, stellten nur drei Minuten später nach vier Toren in Folge den Anschluss zum 8:9 her und glichen dann auch zum 13:13 und 14:14 aus. Das 15:15 zur Pause verhinderte die Latte nach einem Knaller von Mirco Wähmann. Dass die Dormagener mit dem knappen Vorsprung in die Kabine gehen konnten, verdankten sie auch Torwart Janis Boieck, der immer wieder seine Klasse unter Beweis stellte.

Nach dem Seitenwechsel kehrte die zwischendurch schwächelnde TSV-Abwehr zur alten Stärke zurück. Da vorne die Rückraumspieler mit platzierten Würfen den guten ATSV-Schlussmännern nur noch selten eine Abwehrchance ließen und zudem der vor einigen Wochen bereits verabschiedete Sebastian Linnemannstoens mit sechs Toren in der zweiten Hälfte zum erfolgreichsten TSV-Werfer avancierte, näherte sich die Mission Aufstieg der Erfüllung. Nach dem 32:24-Sieg winkten die Spieler die Fans zu sich und feierten mit ihnen gemeinsam. Viele von ihnen waren im kostenlosen Fanbus angereist, den Vorstand Christoph Buchbender von Hauptsponsor RheinLand Versicherung finanziert hatte. Er war mit seiner Frau vor Ort, gratulierte der Mannschaft, Trainer Ulli Kriebel und Geschäftsführer Björn Barthel zum Aufstieg, für den Buchbender sich immer wieder stark gemacht hat. Barthel dankte allen Beteiligten und bezog dabei ausdrücklich das Team um das Team mit ein: „Da haben alle gemeinsam an einem Strang gezogen.“

Die Gestaltung der Aufstiegsshirts passt sich übrigens in die aktuelle Marken-Kampagne der Stadt Dormagen ein. Hier wird das neue Dormagen-Logo mit dem Aufstieg in Verbindung gebracht und Björn Barthel griff in einem Post direkt nach dem Abpfiff die Aussage auf: „Natürlich Dormagen in der 2. Liga.“

ATSV Habenhausen – TSV Bayer Dormagen 24:32 (14:15)
Habenhausen:
Sommerfeld (8 Paraden), Abshagen (ab 44. und bei zwei 7m, 5 Paraden),  Wessels (n.e.); Marien (2), Fischer (n.e.), B. Wähmann (3/2), Meier (2), Stüven (1), J. Schluroff (n.e.), M. Schluroff (4), M. Wähmann (3/1), Ostermann (3), L. Schluroff (1), Müller (5).
Dormagen: Boieck (10 Paraden), Broy (bei einem 7m); Linnemannstoens (6/2), Carvalhais (1), Eggert (2), Köster, I. Hüter (2), Kübler, P. Hüter (1), Brüren (2/1), Pütz (2), Jagieniak (n.e.), Stutzke (5), Wieling (11/3).
Schiedsrichter: Bunselmeyer / Roux.
Zuschauer: 110.
Zeitstrafen: 6:2 Minuten.
Siebenmeter: 3/3:6/9 (Sommerfeld hält gegen Brüren, Abshagen gegen Wieling und Linnemannstoens).
Spielfilm: 3:2, 3:6, 4:9 (13.), 8:9, 11:13, 13:13 (29.), 14:15 – 14:17, 15:21 (40.), 17:24, 22:31, 24:32.

 

Quelle & Foto: TSV Bayer Dormagen