TSV hielt auch gegen Wetzlar gut mit

Auch im dritten Testspiel gegen einen Erstligisten zeigte der TSV Bayer Dormagen am Samstagabend eine ordentliche Leistung – in Dutenhofen gewann die HSG Wetzlar mit 33:29 (17:14) gegen „den kampf- und spielstarken Zweitligisten TSV Bayer Dormagen in einem guten Spiel“, wie auch Wetzlars Coach Kai Wandschneider befand. Dementsprechend zufrieden war TSV-Trainer Dusko Bilanovic und stellte fest: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Erfolgreichster Dormagener Werfer war einmal mehr Andre Meuser mit sechs Toren, Antonio Juric erzielte fünf Treffer.

Der TSV trat von Beginn an couragiert auf, führte mehrfach, zuletzt in der 11. Minute, als Rechtsaußen Jakub Sterba das 6:5 markierte. Dann spielten die Hessen konzentrierter und verschafften sich mit sechs Treffern in Folge einen scheinbar komfortablen Vorsprung. Doch nach dem 6:11-Rückstand drehten die Gäste vor leeren Rängen erneut auf, Julian Köster war für den Anschluss zum 14:15 kurz vor dem Pausenpfiff verantwortlich. „Der Ausgleich wäre möglich gewesen, aber die Abschlüsse kamen in dieser Phase zu früh“, musste Bilanovic mit ansehen, wie Wetzlar schnell reagierte und noch mit der 17:14-Führung in die Kabine gehen konnte.

Die zweite Hälfte blieb ebenfalls lange offen. Das lag nicht zuletzt daran, dass die Kreisläufer Toni Juric und Tim Mast immer wieder gut frei gespielt wurden und viel aus ihren Torchancen machten. Da Patrick Hüter aufgrund von Schulterproblemen nur in der Abwehr spielte, übernahm Allrounder Mast die Rolle in der Offensive und sorgte mit seinem dritten Treffer für das 23:23 in der 43. Minute. Andre Meuser konnte noch einmal zum 25:25 ausgleichen. Weil Wetzlars Torwart Tibor Ivanisevic nun wiederholt sein Können zeigte und der TSV auch kein Glück bei Abprallern hatte, setzte der Erstligist sich in den letzten zehn Minuten etwas ab und brachte den 33:29-Erfolg über die Zeit. Gleichwohl fiel das Fazit von Bilanovic positiv aus: „Wir haben sehr gut gedeckt und auch im Angriff waren weitere Fortschritte zu erkennen.“

Diesmal waren der verletzte Jan Reimer und der angeschlagene Alexander Senden nicht dabei, der wegen seiner Fußbeschwerden geschont wurde. Gegen Ferndorf sollte er am nächsten Sonntag, 13. September, ab 17 Uhr wieder einsatzfähig sein. Der TSV will gegen den Liga-Rivalen erstmals vor Zuschauern im TSV Bayer Sportcenter spielen. Konkrete Informationen hierzu werden noch veröffentlicht.

HSG Wetzlar – TSV Bayer Dormagen 33:29 (17:14)
TSV: Bartmann, Juzbasic (ab 31.); Reuland (1), Köster (3), Meuser (6), Juric (5), Richter (2), I. Hüter (1), Noll (1), P. Hüter, Sterba (4), Grbavac (3), Mast (3), Iliopoulos.

Quelle: TSV Bayer Dormagen
Foto: Heinz Zaunbrecher

2. Test: TSV schlägt Erstligist Nordhorn

Den zweiten Test gegen einen Erstligisten gewann der TSV Bayer Dormagen am Dienstagabend mit 26:24. In beiden Halbzeiten lag das Team von Trainer Dusko Bilanovic gegen die HSG Nordhorn mit 13:12 vorne. Dementsprechend zufrieden war der frisch gebackene A-Lizenz-Besitzer, auch wenn er weiß, dass „noch viel Arbeit vor uns liegt.“ Mit erneut fünf Treffern war Andre Meuser erfolgreichster Dormagener Werfer – coronabedingt vor leeren Rängen im TSV Bayer Sportcenter. Jeweils vier Treffer steuerten Rückraumwerfer Ante Grbavac sowie die Außen Jakub Sterba und Pascal Noll bei. Mit sieben Paraden, darunter drei abgewehrten Siebenmetern, machte Neuzugang Martin Juzbasic auf sich aufmerksam. Bester Nordhorner Schütze war Robert Weber mit 6/4 Treffern.

Der TSV ging schnell mit 3:0 in Führung und lag nach acht Minuten mit 5:3 vorne, weil vor allem Ante Grbavac und Andre Meuser mit platzierten Würfen aus dem Rückraum erfolgreich waren. Kurz drauf glich die HSG erstmals zum 5:5 aus. Anschließend verhinderte Sven Bartmann die erste Gäste-Führung, als er den Strafwurf von Weber parierte. In dem ordentlichen Trainingsspiel legte der TSV weiterhin regelmäßig vor, auch weil Benni Richter und Ian Hüter die Bälle gut verteilten. Kurz vor der Pause reagierte der aus der A-Jugend gekommene Tim Mast clever und warf den Ball ins verwaiste Gäste-Tor.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst nichts am Spielverlauf und der regelmäßigen Führung des TSV, der jetzt beide Außen stärker ins Spiel einbinden konnte. Zwei ausgelassene TSV-Chancen beantwortete Nordhorn aber mit dem ersten Vorsprung (20:19 und 21:19). Doch die Gastgeber antworteten souverän und verschafften sich mit fünf Toren in Folge einen ausreichenden Vorsprung, den sie dann auch über die Zeit brachten. „Das war ein guter Test und ein Ergebnis, mit dem ich natürlich zufrieden bin“, sagte Dusko Bilanovic. „Nun gilt es, die Neuzugänge noch stärker zu integrieren.“ Ein Kompliment galt einem der Neuen: „Martin Juzbasic hat heute stark gehalten.“ Und auch wenn er nicht allzu viele Spielanteile hatte, so lobte Bilanovic Youngster Tim Mast: „Er ist auf einem guten Weg.“ Wegen eines Muskelfaserrisses musste Carlos Iliopoulos weiter pausieren. Und mit Jan Reimer konnte ein weiterer Linkshänder nur zusehen: Der Rechtsaußen zog sich in Friesenheim einen Bizepsanriss plus Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zu und steht drei bis vier Wochen nicht zur Verfügung.

TSV Bayer: Bartmann, Juzbasic (ab. 31.); Reuland (1), Köster (1), Senden, Meuser (5), Juric, Richter (2/2), I. Hüter (3), Noll (4), P. Hüter (1), Sterba (4), Grbavac (4), Mast (1).

 

Quelle und Foto: TSV Bayer Dormagen

Lizenz für 2020/21 ein motivierendes Zeichen

„Natürlich begrüßen wir die Entscheidung der Lizenzierungskommission“, kommentiert Dormagens Handball-Geschäftsführer Björn Barthel die Erteilung der Lizenz auch für den TSV Bayer Dormagen in der Spielzeit 2020/21 ohne jede Auflage. Es war erklärtermaßen die Absicht der Kommission, „ein positives, motivierendes und absolut notwendiges Zeichen an die Klubs zu senden. Diese beweisen sich in schwierigen Zeiten täglich als Krisenmanager und unternehmen alles ihnen Mögliche, um der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen erfolgreich entgegenzutreten“, informierte die Liga am Donnerstag. Barthel: „Diese Botschaft ist aktuell genau die richtige Unterstützung für uns und alle Klubs in der 1. und 2. Bundesliga.“

In dem aktuellen Prüfungsverfahren sei eine fundierte Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit aufgrund der außergewöhnlichen Umstände nur sehr eingeschränkt möglich, räumt Rolf Nottmeier ein, der Vorsitzende der Lizenzierungskommission. „Wir haben daher bewusst mit Augenmaß unter Berücksichtigung der unverschuldeten Notlage der Vereine und Nutzung der Ermessungsspielräume der Lizenzordnung diese positive Entscheidung getroffen.“ Alle Vereine wurden zu einer außerordentlichen Nachlizenzierung bis Ende August 2020 verpflichtet. Zu diesem Zeitpunkt sollte nach Ansicht der Kommission mehr Klarheit über wesentliche finanzielle Auswirkungen der Corona-Pandemie bestehen.

Aussetzung des Spielbetriebs vorerst bis 16. Mai verlängert
Heute hat das HBL-Präsidium über die Verlängerung des Aussetzens der Saison 2019/20 aufgrund der außergewöhnlichen Umstände informiert. Sollte bisher der Spielbetrieb bis zum 23. April ruhen, so wird nunmehr das Ende der Unterbrechung auf den 16. Mai datiert. Spätestens dann soll der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden. Allerdings ist auch dieser Termin letztlich abhängig von der weiteren Dynamik der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden behördlichen Anordnungen. Die HBL GmbH orientiert sich unter anderem an der Aussage der Bundesregierung, dass es am 20. April eine neue Bewertung der bis dato geltenden Auflagen geben könnte. Eine weiterführende detaillierte Bewertung, die Auskunft über eine eventuelle Vergabe des Meistertitels und über Tabellenplätze gibt, die zur Teilnahme an den internationalen Wettbewerben der EHF berechtigen, wird die HBL GmbH zu einem späteren Zeitpunkt vornehmen und kommunizieren.

HBL, DHB und HBF haben sich darauf verständigt, dass es im Falle von Saisonabbrüchen keine Absteiger (mit der Ausnahme von bereits zurückgezogenen Mannschaften bzw. sogenannter „wirtschaftlicher Absteiger“), sondern lediglich Aufsteiger in die Saison 2020/21 geben soll. Primäres Ziel ist es nach wie vor, den Spielbetrieb beider Bundesligen spätestens Mitte Mai wieder aufzunehmen, um Meisterschaften sowie Auf- und Abstiege im sportlich fairen Wettbewerb austragen zu lassen.

 

Quelle und Foto: TSV Bayer Dormagen

Coburg wurde seiner Favoritenrolle gerecht

Der Spitzenreiter der 2. Handball-Bundesliga hatte noch keins seiner bisherigen elf Heimspiele verloren. Und an dieser Glanz-Bilanz konnte auch der TSV Bayer Dormagen bei seinem Gastspiel am Freitagabend in der HUK-Arena nicht kratzen. Letztlich verhinderte das schmale Aufgebot eine zweistellige Niederlage wie zuletzt in Lübbecke. Nach 60 Minuten freute sich der HSC 2000 Coburg vor 2210 Zuschauern über den 32:25 (15:10)-Erfolg. Der TSV musste nach der 12. Saisonniederlage den TuS Ferndorf in der Tabelle vorbei ziehen lassen und fiel auf Rang 10 zurück. Ferndorf gewann beim kommenden TSV-Gegner HSG Krefeld mit 28:24. Das Derby gegen Krefeld findet am Samstag, 14. März, ab 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter statt. Tickets gibt es im Tabakshop an der Kölner Straße 64 und online.

Dank der Treffer von Jakub Sterba und Ian Hüter hielten die Gäste fünf Minuten lang den Anschluss. Doch anderthalb Minuten später stand es bereits 6:2, weil Coburg die Einladungen zu den Kontern gerne annahm. TSV-Coach Dusko Bilanovic reagierte mit dem Griff zur grünen Karte. Nach der Auszeit konnte der Lauf der Gastgeber etwas gestoppt werden – auch weil Janis Boieck mit mehreren starken Paraden aufwartete. Er spielte von Beginn an, da Sven Bartmann aufgrund seiner schweren Erkältung gar nicht erst mit ins Oberfränkische gereist war. Als zweiter Torwart war Conny Dahmen mit dabei, der bei einem Strafwurf in den Kasten rückte.

Um näher als bis auf drei Tore heranzukommen hätte die Dormagener Offensive freilich besser treffen und den Ball präziser passen müssen. Bilanovic notierte 21 Fehlwürfe und neun technische Fehler. Der HSC baute seinen Vorsprung weiter aus – und hatte dabei mitunter auch Glück. So traf Carl Löfström die Latte, kurz drauf profitierte Kreisläufer Stepan Zeman von einem Abpraller, den er abfing und zum 15:9 einnetzte. Den letzten Treffer in der ersten Hälfte erzielte der aufmerksame Benni Richter, der in der Abwehr den Ball abfing und den Gegenstoß erfolgreich abschloss.

Hoffnung kam beim kleinen Gäste-Tross auf, als Andre Meuser und anschließend Joshua Reuland nach dem Wiederanpfiff noch zweimal bis auf vier Tore verkürzten. Doch nach dem 17:12 durch den überragenden Florian Billek konnten die Rheinländer nicht mehr für die gewisse Spannung sorgen. Liga-Torschützenkönig Billek traf nach Belieben und trug sich insgesamt 13 Mal in die Tagestrefferliste ein. Erstmals lag Coburg nach einer Dreiviertelstunde mit acht Toren vorne (25:17). Noch deutlicher wurde es nicht, weil der TSV bis zum Schlusspfiff mit einer kämpferischen Topleistung aufwartete und Janis Boieck weitere Male auf sich aufmerksam machte. Den schönsten Treffer der Partie steuerte Jakub Sterba bei, der den Pass von Benni Richter trotz Behinderung aufnahm und den Kempa zum 29:22 verwandelte. Das gleiche Kunststück mit der zweitbesten B-Note präsentierten anschließend Sebastian Weber und Lukas Wucherpfennig zum 32:24 – ehe Benni Richter auch für den letzten Treffer in der zweiten Halbzeit verantwortlich zeichnete.

„Die Jungs haben alles versucht, um die Niederlage in Grenzen zu halten. Und was in unserer Lage besonders wichtig war: niemand hat sich verletzt“, stellte Dusko Bilanovic fest. „Jetzt haben wir zwei Heimspiele in Folge und werden unsere Hausaufgaben machen. Gegen Krefeld stehen uns hoffentlich wieder mehr Spieler zur Verfügung.“

HSC 2000 Coburg – TSV Bayer Dormagen 32:25 (15:10)
Coburg: Kulhanek, Poltrum; Preller, Jaeger (4), Wucherpfennig (2/1), Sproß, Kelm (1), Weber, Billek (13/4), Knauer, Zettermann (2), Varvne (3), Zeman (5), Schröder (2), Neuhold.
Dormagen: Boieck, Dahmen; Reuland (7/5), Görgen, Meuser (4), Richter (5/1), Löfström (1), I. Hüter (1), P. Hüter (1), Braun (2), Sterba (3), Grbavac (1).
Schiedsrichter: Christian und Fabian vom Dorff.
Zuschauer: 2210.
Zeitstrafen: 2:4 Minuten.
Siebenmeter: 5/5:6/6.
Spielfilm: 3:2, 6:2, 8:3 (11.), 9:6 (16.), 10:7, 12:7, 13:9, 15:9, 15:10 – 15:11, 16:12, 18:12, 20:15, 22:17 (43.), 25:17 (45.), 26:18, 29:22, 31:24 32:25.

Quelle: TSV Bayer Dormagen
Foto: Coburg/H. Rosenbusch

TSV will wieder in Erfolgsspur kommen

Gerade auch in schwierigen Zeiten hofft der TSV Bayer Dormagen auf die Unterstützung durch möglichst viele Fans: „Aufgrund von Verletzungen stehen uns nicht alle Spieler zur Verfügung. Deshalb brauchen wir umso mehr Hilfe von der Tribüne“, sagt Trainer Dusko Bilanovic vor der Partie gegen den TV Emsdetten. Das elfte Heimspiel in der 2. Handball-Bundesliga pfeifen die Schiedsrichter Frederic Schmidt und Sascha Linker (Recklinghausen / Bochum) am Freitag, 28. Februar, um 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter an. Tickets gibt es im Tabakshop an der Kölner Straße 64 und online. Die Abendkassen öffnen um 18.30 Uhr.

Zweitliga-Dino Emsdetten versucht gerade, den Schalter umzulegen und den drohenden Abstieg zu verhindern. In der letzten Woche wurde Trainer Daniel Kubes beurlaubt, der seit 2014 Verantwortung bei den Münsterländern trug. Nachfolger ist mit dem früheren deutschen Nationalspieler Aaron Ziercke ein alter Bekannter: Der 48-Jährige coachte bis zum Frühjahr 2019 den TuS N-Lübbecke, war zuvor in Rostock und Minden tätig. Mit seinem neuen Klub feierte Ziercke, in Personalunion auch lettischer Nationalcoach, am letzten Samstag den 31:27-Erfolg gegen den ASV Hamm-Westfalen. Ein neuer Spieler setzte dabei die Akzente: Emsdetten hatte noch mal auf dem Transfermarkt zugeschlagen und einen Wechsel im halblinken Rückraum vorgenommen: Der Niederländer Jorn Smits hat den Verein verlassen, auf der Position spielt nun Aivis Jurdzs. Der 36-jährige lettische Nationalspieler, der für Hannover und Leipzig in der 1. Liga spielte, stellte seine Wurfqualitäten mit zehn Treffern gegen Hamm unter Beweis. Zuvor hatte er bei der 24:26-Niederlage in Ferndorf vier Tore erzielt. Ein neues Gesicht auch auf der rechten Angriffsseite: Der 122-fache slowakische Nationalspieler Tomas Urban (30) „wird uns mit seiner Erfahrung im Abstiegskampf helfen“, betonte TVE-Geschäftsführerin Heike Schürkötter. Der Linkshänder kann im Rückraum und auf Rechtsaußen spielen.

Im Hinspiel feierte der TSV den ersten Auswärtssieg der Saison 2019/20. Die Mannschaft drehte die Partie nach einem zweimaligen Vier-Tore-Rückstand in der letzten Viertelstunde und gewann mit 30:27 (11:12). Bester Dormagener Werfer war mit sechs Treffern Eloy Morante Maldonado. Am Freitag wird der Mittelmann ebenso wie Linksaußen Pascal Noll und Heider Thomas verletzungsbedingt fehlen. Jakub Sterba macht Fortschritte und wird vermutlich dabei sein. Auch Julian Köster und Andre Meuser würden gerne spielen. Das letzte Wort dazu kommt vom Arzt.

„Die gesunden Spieler haben Karneval gut überstanden und fleißig trainiert“, stellt Dusko Bilanovic fest und kündigt an: „Wir erwarten Emsdetten mit Respekt, werden aber den Kampf annehmen und die Punkte hier behalten.“ Das soll mit einer ähnlich starken Abwehr wie gegen Rimpar gelingen. „Nur vorne müssen wir uns dann schlauer anstellen.“

Quelle: TSV Bayer Dormagen
Foto: H. Zaunbrecher

Nach Weckruf drehte Eisenach auf

Während der TSV Bayer Dormagen vier Tore in den ersten zehn Minuten erzielte, stand immer noch eine Null hinter dem ThSV Eisenach auf der Anzeigetafel. Man merkte den Gastgebern vor 1683 Zuschauern nach fünf Niederlagen in Folge den Druck an, Pässe kamen nicht an, technische Fehler schlichen sich ein. Nach dem 4:0 durch Joshua Reuland per Siebenmeter nahm ThSV-Coach Sead Hasanefendic die Auszeit, die seine Mannschaft aufweckte: Eisenach drehte die Partie und fuhr den letztlich ungefährdeten 28:24-Erfolg ein. Die Mannschaft durfte sich vor allem bei Schlussmann Blaz Voncina bedanken, der klarste Chancen der Dormagener Angreifer zunichte machte und ausreichend Gründe für seine gestern verkündete Vertragsverlängerung lieferte.

Nur fünf Minuten brauchte der Tabellenzehnte der 2. Handball-Bundesliga für den Ausgleich und spielte „nach dem Weckruf einen richtig guten Handball“, wie TSV-Trainer Dusko Bilanovic feststellte. Dagegen konnte er mit dem Spiel seiner Auswahl nicht zufrieden sein: „Wir haben gut angefangen, dann aber viel zu viele freie Bälle verworfen. Und in der Abwehr standen wir nicht so wie wir wollten.“ Neben dem Ausfall des verletzten Linkshänders Andre Meuser schmerzte insbesondere das Verbleiben von Heider Thomas auf der Bank. Bei dem in der Vorwoche gegen Hamburg so starken Deckungsspieler zwickte es schon im Donnerstag-Training im Oberschenkel. Der gestrige Test in der Werner-Aßmann-Halle endete nach einer Minute mit der Erkenntnis, dass ein Weiterspielen keinen Sinn mache. Geschont wurde später ebenfalls Jakub Sterba, für den Moritz Görgen einsprang. Der Neuzugang machte seine Sache sehr gut und verbuchte auch seine ersten beiden Tore im TSV-Trikot.

Eine ungewöhnliche Situation auf der rechten Eisenacher Seite: Für den angeschlagenen Stamm-Rechtsaußen Ante Tokic spielte dort Willy Weyhrauch. Mit Erfolg – dank seiner drei Treffer innerhalb von knapp vier Minuten lag der ThSV plötzlich mit 8:5 in der 20. Minute vorne. Dann aber kam wie schon in der Vorwoche das vorzeitige Aus für Weyhrauch: Nach einer härteren Berührung des Kopfes von Julian Köster zeigten ihm die Spielleiterinnen Katharina Heinz und Sonja Lenhardt die Rote Karte. Von einer Schwächung auf dem rechten Flügel konnte aber keine Rede sein: Hasanefendic beorderte Linksaußen Adrian Wöhler auf die rechte Seite, wo er sich sichtlich wohlfühlte – und zusammen mit Spielmacher Yoav Lumbroso bester Torschütze wurde.

Die Mannschaften gingen beim Stande von 13:9 für Eisenach in die Kabine und lieferten sich nach dem Seitenwechsel ein offenes Kampfspiel. Dabei verpasste der TSV mehrfach die Chance, das Spiel noch einmal wirklich spannend zu machen. „Auch in der zweiten Halbzeit haben wir uns zu viele Fehlwürfe und technische Fehler geleistet“, ärgerte sich Dusko Bilanovic. Seinem Kollegen Sead Hasanefendic waren indes nach dem Ende der Niederlagenserie „einige Steinchen vom Herzen gefallen“.

Für den TSV geht es am kommenden Samstag, 15. Februar, ab 19.30 Uhr weiter mit der Absicht, die Revanche gegen die DJK Rimpar Wölfe zu schaffen. Im TSV Bayer Sportcenter gibt es dann einen Doppelpack: Um 16 Uhr startet die Dormagener A-Jugend in die Rückrunde der Meisterrunde und trifft auf Pforzheim/Eutingen.

ThSV Eisenach – TSV Bayer Dormagen 28:24 (13:9)
Eisenach: Voncina (14 Paraden), Gorobtschuk (n.e.), Noack (bei einem 7m); Kikanovic (2), Wöhler (5/1), Potisk, Ulshöfer, Miljak, Alaj, Mürköster (3), Obranovic (3), Lumbroso (5/1), Snajder (4), Racic (1), Weyrauch (3), Saul (2).
Dormagen: Bartmann (5 Paraden), Boieck (ab 35., 3 P.); Reuland (2/1), Köster (2), Görgen (2), Richter (3/3), Löfström (4), I. Hüter (3), Thomas, P. Hüter (1), Braun, Morante Maldonado (2), Sterba, Grbavac (5).
Schiedsrichterinnen: Heinz / Lenhardt.
Zuschauer: 1683.
Zeitstrafen: 10:2 Minuten.
Siebenmeter: 2/3:4/6 (Lumbroso scheitert an Boieck – Voncina hält zweimal gegen Reuland).
Spielfilm: 0:4 (10.), 5:4 (16.), 5:5, 8:5, 9:7 (23.), 11:7, 11:9, 13:9 – 15:10 (34.), 17:11, 20:15, 20:17 (47.), 24:18 (52.), 27:22, 28:24.

Quelle und Foto: TSV Bayer Dormagen

TSV begeistert gegen Hamburg

Zum zweiten Mal ist die 2000er-Marke in dieser Saison geknackt: 2122 Zuschauer wurden beim ersten Spiel des Jahres gegen den Handball Sport Verein Hamburg gezählt. Und zumindest die Dormagener Fans wurden nicht enttäuscht: Der TSV legte am Spieltag der Rheinland Versicherungsgruppe spätestens nach einer Viertelstunde alle Fesseln ab, zog erst von 8:8 auf 13:8 und bis zur Pause auf 18:11 davon. Nach 60 Minuten hieß es 32:23 – der dritthöchste TSV-Heimsieg der laufenden Spielzeit war gleichzeitig die deutlichste Niederlage der Gäste in den bisherigen 19 Spielen. Dementsprechend enttäuscht war Trainer Torsten Jansen: „So was wie heute habe ich lange nicht erlebt.“ TSV-Coach Dusko Bilanovic hingegen strahlte und dankte „unserem achten Mann“ – den während des Spiels leidenschaftlich mitgehenden Anhängern.

Patrick Hüter, Ante Grbavac und Jakub Sterba erzielten nach sechs Minuten das 3:0 für den TSV. Es dauerte eine Weile bis die Hamburger das Dormagener Tor richtig vermessen hatten. Zuvor zeichneten sie sich durch drei deutliche Fehlwürfe aus. Nach 12 Minuten hatten beide Teams fünf Mal die gegnerischen Schlussmänner überwunden. Dabei kamen die Gäste zumeist über rechts und den dreimal hintereinander erfolgreichen Thies Bergemann. Als Sven Bartmann sich auf den Rechtsaußen eingestellt hatte, blieb auch diese Waffe stumpf. Und der TSV setzte sich in Bewegung – auch dank Joshua Reulands Treffsicherheit von der Siebenmeterlinie. Endlich konnte auch Ian Hüter wieder ins Spiel eingreifen. Nach viermonatiger Pause machte er bereits kurz nach seiner Einwechslung auf sich aufmerksam, fing einen Ball ab und traf ins leere Tor. Der Allrounder war sofort wieder im Spiel und sorgte auch im rechten Rückraum für Gefahr. Sein Comeback kam zum richtigen Zeitpunkt, denn er konnte den Part von Andre Meuser übernehmen, der wegen einer Bänderverletzung geschont wird.

Die Norddeutschen verstanden die Welt nicht mehr und sahen mehr oder weniger zu, wie der TSV den Vorsprung ausbaute. „Dass wir zur Pause so klar führen, damit hatte ich sicher nicht gerechnet“, war selbst Dusko Bilanovic von dem in dieser Phase einseitigen Spielverlauf überrascht. „Aber wir konnten unseren Trumpf – die Abwehr mit Torwart – bestens ausspielen.“ Nach dem Seitenwechsel tauschte „Toto“ Jansen die Keeper und brachte neben dem kräftigen Dominik Vogt auch den erfahrenen Blazenko Lackovic. Entscheidendes sollte sich aber nicht mehr ändern. Für den Ex-Weltmeister war klar: „Unsere Grundaggressivität und die Bewegung ohne Ball stimmten nicht.“ Näher als bis auf sechs Tore kam Hamburg nicht mehr heran, zweimal führte der TSV mit sogar zehn Toren. Und auch interessant: Patrick Hüter demonstrierte, wie man einen Treffer mit dem Rücken zum Tor erzielen kann. Seine Premiere im TSV-Trikot feierte der frisch verpflichtete Rechtsaußen Moritz Görgen. Bilanovic: „Moritz ist ein Junge aus der Region. Er wird uns im Laufe der Saison noch helfen.“

Durch den Sieg bleibt der TSV auf dem sechsten Rang der 2. Handball-Bundesliga. Erster Auswärtsgegner im neuen Jahr ist der ThSV Eisenach am kommenden Samstag, 8. Februar, 19.30 Uhr. Im TSV Bayer Sportcenter geht es mit der Partie gegen die DJK Rimpar Wölfe am 15. Februar um 19.30 Uhr weiter. Tickets gibt es im Tabak-Shop an der Kölner Straße 64 und online.

TSV Bayer Dormagen – HSV Hamburg 32:23 (18:11)
Dormagen: Bartmann (13 Paraden), Boieck (bei einem 7m); Reuland (10/6), Köster (1), Görgen, Richter, Löfström (2), I. Hüter (1), Heider, P. Hüter (4), Braun (1), Morante Maldonado (4), Sterba (4), Grbavac (5).
Hamburg: Kokoszka (6 Paraden), Edvardsson (ab 31., 5 P.); Schimmelbauer, Fick (2), Lackovic, Tissier (1), Weller (5/1), Ossenkopp (1), Axmann (1), Gertges (4/2), Bauer (1), Forstbauer (2), Bergemann (6), Vogt.
Schiedsrichter: Fratczak/Ribeiro.
Zuschauer: 2122
Zeitstrafen: 8:8 Minuten
Siebenmeter: 6/8:3/5 (Reuland und Grbavac scheitern an Edvardsson – Bartmann hält gegen Weller, der zudem einmal an den Pfosten wirft).
Spielfilm: 3:0 (6.), 4:2 (8), 5:5 (12.), 8:8 (17.), 13:8 (25.), 16:9 (28.), 18:11 – 20:14, 25:15 (39.), 26:19 (45.), 28:22 (56.), 32:23.

Quelle: TSV Bayer Dormagen
Foto: H. Zaunbrecher

Nachwuchs: TSV verteilt Aufgaben und Verantwortung auf mehrere Schultern

Aufgrund des anstehenden Wechsels von Nachwuchskoordinator und A-Jugend-Trainer Jamal Naji zu TuSEM Essen wird der TSV seine Nachwuchsarbeit neu strukturieren. „Wir werden die komplexen und verschiedenen Aufgaben in unserer Nachwuchsarbeit auf mehrere Schultern verteilen“, betont Handball-Geschäftsführer Björn Barthel. „Wir geben unseren sehr guten Nachwuchstrainern Dennis Horn, Peer Pütz und David Röhrig damit die Perspektive sich weiter zu entwickeln und mit den Aufgaben zu wachsen.“

Für Hans-Peter König vom geschäftsführenden Vorstand des TSV Bayer Dormagen steht fest, dass der „TSV Bayer Dormagen im deutschen Handball längst zu den führenden Adressen im Nachwuchsbereich gehört. Mit der Neustrukturierung unterstreichen wir unseren Anspruch und stärken unsere Strukturen vom Kinderbereich bis zur 1. Mannschaft.“ Der zusätzliche Nebenaspekt: Mit der zweiten Hauptamtlichkeit erfüllt der TSV die Erfordernisse, um im nächsten Jahr auch das HBL-Jugendzertifikat mit Stern zu beantragen.

Diese Neuaufstellung in der Personalstruktur gilt ab 1. Juli 2020 und verfolgt nicht zuletzt die Absicht, neben Spielern auch die Nachwuchstrainer gezielt weiterzuentwickeln. Barthel: „Wir sehen unsere Aufgabe auch darin, Trainertalente für den deutschen Handball gezielt zu fördern.“ Abteilungsleiter Jocky Krapp: „Unsere jungen Trainer sind sehr gut und haben nun auch eine längerfristige Perspektive.“

Die Veränderungen in der Übersicht
Neuer Nachwuchskoordinator wird Dennis Horn (23). Er ist damit verantwortlich für den kompletten Nachwuchsbereich und koordiniert den Kinder-, Basis- und Leistungshandball. Die weiteren Aufgaben sind die Weiterentwicklung des Standorts, die Umsetzung der Kriterien für das HBL-Jugendzertifikat, die Koordination der Jugendtrainingszeiten und altersklassenübergreifende Maßnahmen. Horn überwacht die Einhaltung des Rahmentrainingsplans, bzw. des Ausbildungskonzeptes des Vereins und führt die statistische Erfassung und Dokumentation von Leistungswerten der Spieler. Er koordiniert die schulische / berufliche Entwicklung der Spieler mit der sportlichen Laufbahnberatung. Und er wird zusätzlich ab der kommenden Saison Trainer der C1-Jugend.

Dennis Horn begann 2015 als Trainer der E2 beim TSV Bayer Dormagen und wurde 2016 Kinderhandballkoordinator. Anfang 2018 schloss er sein Bachelorstudium mit Schwerpunkt „Sport und Leistung“ an der Deutschen Sporthochschule ab und nahm noch im selben Jahr den Masterstudiengang „Exercise Science and Coaching“ auf, den er im kommenden Sommer erfolgreich abschließen will. „Ich freue mich darauf, mit Peer und David und dem ganzen Team zusammen das Projekt „Jungwiesel“ weiterzuentwickeln und nach wie vor viele junge Kinder und Jugendliche mit dem Handball zu begeistern“, betont Horn.

Peer Pütz übernimmt die Aufgaben als leitender Nachwuchstrainer Leistung. Damit ist er zum einen verantwortlich für die komplette sportliche Ausrichtung der Leistungsmannschaften (A1-, B1- und C1-Jugend). Sein umfangreiches Aufgabenfeld umfasst:
– die sportliche Ausrichtung der Leistungsmannschaften (A1-, B1-, C1-Jgd.)
– die individuelle Athletenförderung
– Scouting
– Vormittagstraining
– Umsetzung und Überwachung der Praxis in der Halle
– Und er ist Trainer der B1-Jugend ab der nächsten Saison sowie weiterhin Co-Trainer der 1. Mannschaft.

„Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und möchte die bisherige erfolgreiche Arbeit weiterentwickeln. Im Idealfall gelingt es meinem Trainerteam und mir, unsere Begeisterung für den Handballsport auf unsere Jugendspieler zu übertragen und einige von ihnen in unsere 1. Herrenmannschaft und damit in die Handball-Bundesliga zu führen“, erklärt Peer Pütz.

Neuer Trainer der A-Jugend wird der bisherige B-Jugend-Coach David Röhrig, der sich ebenfalls „riesig darüber freut, dass mir der Verein diese Aufgabe anvertraut. Es ist spannend, mit den Talenten der A-Jugend zu arbeiten.“ Röhrig verfügt über eine bereits sehr lange Erfahrung als Jugendtrainer von mehreren Mannschaften, trainierte die Frauenmannschaft des TSV Bonn rrh. in der 4. Liga und coacht seit 2016 bis heute das Bonner Herrenteam (ebenfalls 4. Liga), bei dem er auch noch für die sportliche Leitung verantwortlich ist.

Quelle und Foto: TSV Bayer Dormagen

TSV erhält auch 2020 begehrtes Jugendzertifikat

„Natürlich sind wir glücklich über diese Auszeichnung – auch wenn wir aufgrund unserer hervorragenden Strukturen nicht daran gezweifelt haben“, bewertet Nachwuchskoordinator Jamal Naji die erneute Vergabe des Jugendzertifikats an den TSV Bayer Dormagen. „Der Verein gibt sich mit dem Status Quo aber nicht zufrieden. Alle arbeiten kontinuierlich daran, die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern und den Schulen weiter zu verbessern.“ Das klare Ziel ist, künftig das Jugendzertifikat mit Stern zu erhalten. „Wir werden mit der Neuaufstellung im Nachwuchsbereich auch die Voraussetzung einer zweiten Hauptamtlichkeit erfüllen“, kündigt Handball-Geschäftsführer Björn Barthel an.

Insgesamt werden in diesem Jahr 25 Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga mit dem Jugendzertifikat für ihren nachhaltigen und ressourcenintensiven Aufbau hervorragender Rahmenbedingungen für die Nachwuchsförderung ausgezeichnet. Sieben der 36 Mannschaften bekommen das ligaübergreifende Gütesiegel mit Stern für eine hervorragende Qualität der Nachwuchsförderung. Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga GmbH: „Die Erfolge der Jugend-und Juniorennationalmannschaften zeigen, dass sich die Nachwuchsförderung in Deutschland auf internationalem Topniveau befindet. Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Jugendzertifikats bilden wir eine gute Grundlage für die hochwertige Ausbildung der Nachwuchstalente.“

Seit 2008 wird das Jugendzertifikat an Klubs vergeben, die für Nachwuchs-Handballer in ihren Leistungszentren entsprechend gute Rahmenbedingungen bieten. Das Jugendzertifikat setzt voraus, dass Nachwuchsspieler in Klub und Umfeld möglichst optimale Bedingungen vorfinden, die eine Ausbildung zum Spitzenspieler möglich machen. Im Vergabeverfahren werden Kriterien geprüft, wie zum Beispiel ausgereifte Betreuungs-und Ausbildungskonzepte (Duale Karriere), Qualität des Trainerstabes sowie von Team und Training. Ziel des Jugendzertifikats ist die Sicherung der qualitativen und kontinuierlichen Fort- und Weiterentwicklung von Talenten in den Profivereinen.

 

Quelle und Foto: TSV Bayer Dormagen

TSV siegt im mitreißenden Derby

Besser konnte es kaum laufen: Im Heimspielfinale 2019 besiegte der TSV Bayer Dormagen nach einem packenden Spiel vor 1463 Zuschauern den bisherigen Tabellenführer der 2. Handball-Bundesliga TuSEM Essen mit 31:28 (13:12) und wird definitiv mit einem positiven Punktekonto in die Rückrunde gehen. Die Liga-Halbzeit endet mit dem Gastspiel beim VfL Lübeck-Schwartau am kommenden Freitag, 20. Dezember.

„Ihr wart super und heute unser achter Mann“, bedankte sich Dusko Bilanovic nach den aufregenden 60 Minuten bei den heimischen Fans für die pausenlose Unterstützung. Auch dadurch motiviert „sind manche von uns an ihre Grenzen gegangen“, stellte der TSV-Coach fest. Dabei war die Begegnung des 16. Spieltages nicht ganz so temporeich wie zuvor erwartet wurde. Aufgrund der hohen Zahl der Strafminuten mussten beide Mannschaften gelegentlich die Geschwindigkeit drosseln. Gespielt war nicht einmal eine Minute, als Essens Lucas Firnhaber nach einem Foul auf der Bank Platz nehmen musste. Die Überzahl nutzte der TSV zum 1:1 durch Ante Grbavac und den wohl frühesten Treffer von Sven Bartmann, der den Ball ins verwaiste Essener Tor warf. Kurz drauf hätte Dormagens Schlussmann beinahe den Wurf von Malte Seidel abgewehrt. Doch der Ball rutschte unglücklich in den Kasten. Nach diesen Initialzündungen wuchs der 32-Jährige geradezu über sich hinaus. Mehrere ausgezeichnete Paraden trugen dazu bei, dass sein Team den 3:4-Rückstand in die 7:4-Führung nach 12 Minuten verwandeln konnte.

Tom Skroblien hatte indes erheblichen Anteil daran, dass Essen wieder näher kam. Gegen Dormagen trifft der Linksaußen besonders gerne: Waren es vor einem Jahr 13 Treffer, so wurde er am Freitag mit 12 erfolgreichen Abschlüssen bester Werfer der Partie. Er erzielte auch das letzte Tor der ersten Hälfte zum 13:12-Anschluss, nachdem zuvor Grbavac mit einem Geschoss aus dem Rückraum seine Wurfqualitäten unter Beweis gestellt hatte. Nach dem Wiederanpfiff änderte sich zunächst nicht viel am Spielverlauf: Der TSV verschaffte sich mehrfach einen Zwei-Tore-Vorsprung, Essen verkürzte. Als Patrick Hüter und Tim Zechel nach einer Rangelei Zeitstrafen erhielten und kurz danach auch Grbavac vom Feld musste, kam ein kleiner Bruch ins Dormagener Spiel. Der TuSEM nutzte diese Phase zur zweimaligen Führung über den rechten Flügel durch David Akakpo.

Die Dormagener behielten aber die Ruhe, überzeugten mit ihrem Kombinationsspiel und blieben auch konsequent im Abschluss. Entschieden war aber längst noch nichts, da auch Fredrik Genz an alter Wirkungsstätte eine starke Leistung im Essener Kasten ablieferte. Beim Stande von 26:24 für den TSV sah Carl Löfström nach seiner dritten Zeitstrafe die Rote Karte. Der Schwede reagierte sofort, lief zu den Fans und trommelte in der Schlussphase für den TSV. Auf dem Feld rückte die Mannschaft noch einmal zusammen und war keineswegs geschockt. Der Strafwurf von Joshua Reuland, der abgefälschte Treffer von Andre Meuser und Patrick Hüters Hattrick machten den neunten Saisonsieg klar. Mit der offenen Deckung versuchten die Gäste der Niederlage zu entgehen, doch der bis auf 29:24 angewachsene Vorsprung war nicht mehr aufzuholen. „Über 60 Minuten gesehen ist der Sieg verdient. Das muss ich neidlos anerkennen“, gratulierte Essens Coach Jaron Siewert. Er hatte bei der eigenen 20:19-Führung einen Erfolg für möglich gehalten. „Doch Dormagen hat es dann sehr clever gemacht.“ Für den rundum zufriedenen Dusko Bilanovic waren zwei Punkte der Schlüssel zum Erfolg: „Wir hatten uns vorgenommen, weniger Fehler als in Hamm zu machen und konsequenter beim Abschluss zu sein. Das haben wir geschafft.“

TSV Bayer Dormagen – TuSEM Essen 31:28 (13:12)

Dormagen: Boieck (bei einem 7m), Bartmann (1, 13 Paraden); Reuland (6/3), Köster (3), Meuser (5), Richter (1), Löfström (3), Thomas, Rebelo (n.e.), Noll (n.e.), P. Hüter (5), Braun (n.e.), Morante Maldonado (1), Sterba (2), Grbavac (4).
Essen: Genz (11 Paraden), Bliß (45.-51.); Beyer (n.e.), J. Ellwanger (1), Urios (1), Akakpo (3), Szczesny (2), Ridder (1), Müller (1), Firnhaber (2), Seidel (1), Klingler (1), Kluth (n.e.), Skroblien (12/5), Zechel (3).
Schiedsrichter: Jan und Michael Lier.
Zuschauer: 1463.
Zeistrafen: 16:12 Minuten.
Siebenmeter: 3/4:5/5 (Genz hält gegen Reuland).
Spielfilm: 3:2 (6.), 3:4, 7:4 (12.), 8:8 (17.), 10:8 (20.), 10:10 (22.), 13:11 (28.), 13:12 – 16:14 (35.), 17:17 (40.), 18:19 (43.), 22:20 (47.), 23:23 (50.), 26:24, 29:24 (55.), 29:26, 31:28 (60.).

Der 2. Teddy Bear Toss und die erfolgreiche Sammlung für die pädagogische Ferienfahrt der Hackenbroicher Villa Kunterbunt rundeten den Abend ab. Hierzu folgen weitere Informationen.

Quelle: TSV Bayer Dormagen
Foto: H. Zaunbrecher

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