TSV trumpft gegen Emsdetten auf

Der TSV Bayer Dormagen setzte sich auch im Rückspiel der 2. Handball-Bundesliga gegen den TV Emsdetten durch. Die Mannschaft von Dusko Bilanovic jubelte über den 35:31-Erfolg nach einer zwischenzeitlichen 11-Tore-Führung. In der Tabelle liegt der TSV weiter auf dem ersten Nichtabstiegsplatz 15. Das nächste Auswärtsspiel ist ein klassisches Derby bei TUSEM Essen am kommenden Freitag, 22. März, 19.30 Uhr in der Sporthalle Am Hallo. Wer dabei sein will: Tickets-Online

Eine Viertelstunde lang erlebten die 1036 Zuschauer im TSV Bayer Sportcenter eine relativ ausgeglichene Begegnung mit leichten Vorteilen für den TSV. Bilanovic brachte Linksaußen Joshua Reuland von Beginn an auf seiner angestammten Position. So konnte sich Allrounder Ian Hüter als Rechtshänder im rechten Rückraum entfalten und machte seine Sache ausgezeichnet. Konzentriert und mit klugen Anspielen auch von Benni Richter an den wendigen Patrick Hüter legte immer der TSV vor, wobei sich besonders Rechtsaußen Tim Wieling an der Torjagd beteiligte. Mitte der ersten Hälfte setzte der gerade eingewechselte Eloy Morante Maldonado Akzente und sorgte mit den Treffern 10, 11 und 12 für die erste Dormagener Drei-Tore-Führung. Weil Sven Bartmann mit starken Paraden aufwartete und die Abwehr mehrfach Würfe blockte oder abfing, wurde das TSV-Team von den begeisterten Zuschauern mit Beifall nach der 22:16-Führung in die Pause entlassen.

Der phantastische Sturmlauf unmittelbar nach dem Seitenwechsel ließ die Klatschpappen noch lauter werden. Innerhalb von knapp vier Minuten schraubte der TSV den Vorsprung auf 26:16. Gäste-Trainer Daniel Kubes nahm die Auszeit, doch danach setzte Lukas Stutzke noch einen drauf und erzielte damit die höchste Führung der Partie. Bis zur 43. Minute (30:20) lagen zehn Treffer zwischen beiden Mannschaften. Doch beim Handball ist bekanntlich selbst in solchen Situationen nicht immer alles entschieden. „Plötzlich treffen wir nicht mehr und leisten uns mehrere technische Fehler“, wunderte sich Dusko Bilanovic beim Trainer-Talk über die Dauer der ungewollten „Auszeit“. Nach fast acht Minuten und sechs Gäste-Toren in Folge endete die Flaute. Sicher auch, weil beim TV Emsdetten neben Holzner nur noch der talentierte Yannick Terhaer an mehr glaubte. Als Stutzke in der 51. Minute zum 31:26 einnetzte und der weitestgehend ausgeschaltete Shooter Janko Bozovic wegen Ballwegwerfens für zwei Minuten auf die Bank musste, machte Wieling das 32:26 und bald danach mit seinem 15. Tor – dem sechsten verwandelten Siebenmeter – das 33:27. Das letzte kleine Aufbäumen von Emsdetten kam zu spät. „Wir haben es nicht geschafft, die richtige Aggressivität zu erzeugen und gehen gnadenlos unter“, konnte TVE-Coach seine Enttäuschung nicht verbergen.

Für einen gab es noch ein Ständchen: Julian Köster durfte in der Schlussminute aufs Feld und nahm den Gruß zum 19. Geburtstag erfreut entgegen. Dass Tim Wieling seine Aufgabe exakt erfüllt hatte, erfuhren die Fans später von Dusko Bilanovic: „Ihr werdet es jetzt nicht glauben, aber ich habe Tim vor dem Spiel gesagt: Du wirfst heute 15 Tore…“

TSV Bayer Dormagen – TV Emsdetten 35:31 (22:16)
Dormagen: Bartmann (15 Paraden), Broy (29.-30.und bei einem 7m); Reuland (4), Pyszora (1), Eggert (n.e.), Thomas, Löfström, I. Hüter (3), Köster, Rebelo (n.e.), Richter (1), P. Hüter (3), Morante Maldonado (3), Stutzke (5), Wieling (15/6).
Emsdetten: Madert (6 Paraden), Ferjan (20.-30.); Krings (1), Terhaer (3), Hübner (n.e.), Toom (n.e.), Kolk (1), Dräger (4), Holzner (12/3), Smits (5), Weßeling (2), Kropp (1), Bozovic (2).
Schiedsrichter: Köppl / Regner.
Zuschauer: 1036.
Zeitstrafen: 4:10 Minuten.
Siebenmeter: 6/6:3/3.
Spielfilm: 2:2, 5:3, 10:9 (15.), 13:9 (18.), 15:12, 17:12 (25.), 20:14, 22:16 – 26:16 (35.), 30:20 (43.), 30:26 (51.), 33:27 (53.), 33:30 (57.), 35:30, 35:31.

Quelle: TSV Bayer Dormagen
Foto: Heinz Zaunbrecher

TSV-Abwehr stand nicht kompakt

Nach dem 25. Spieltag sind die abstiegsgefährdeten Mannschaften noch näher zusammengerückt. Mit einem Erfolg beim TV Großwallstadt hätte der TSV Bayer Dormagen sich etwas absetzen können, doch in der Untermainhalle Elsenfeld konnten die Gäste lediglich in den ersten beiden Minuten zweimal in Führung gehen. „Die Mannschaft hat gut gekämpft, aber unsere Abwehr stand heute nicht ausreichend kompakt“, konnte TSV-Trainer Dusko Bilanovic seine Enttäuschung nach der 28:33-Niederlage nicht verbergen.

Das Spiel begann aus Dormagener Sicht durchaus hoffnungsvoll: Tim Wieling scheiterte zwar beim ersten Wurf von der Siebenmeterlinie an Großwallstadts Torwart Jan Steffen Redwitz. Doch der Rechtsaußen holte sich den Abpraller und traf zum 1:0. Auf den folgenden Ausgleich durch Tom Spieß reagierte Lukas Stutzke mit einem platzierten Wurf in den Winkel. Nach den beiden Gäste-Treffern jubelten in den nächsten zehn Minuten aber nur noch die Anhänger des TVG. Denn in dieser Phase setzte Großwallstadt sich bis auf 8:2 ab – den Ausbau des Vorsprungs konnte auch der für Sven Bartmann eingewechselte Matthias Broy nicht verhindern.

Dann kam der TSV wieder besser ins Spiel. Stutzke traf dreimal in Folge, Benni Richter übernahm Verantwortung und Wieling sorgte für den 11:8-Anschluss. Doch näher als bis auf drei Tore kamen die Gäste nicht heran. Durch die zweite nur schwer nachvollziehbare Zeitstrafe gegen Heider Thomas war nun die Defensive gehandicapt, da der längste TSV-Spieler lange draußen blieb, um keine Rote Karte zu riskieren. Vor 1192 Zuschauern, darunter ein kleiner aber lautstarker Dormagener Anhang, lagen die Gastgeber in der 25. Minute mit 16:11 vorne. Während Großwallstadt keine weiteren Treffer in der ersten Hälfte erzielen konnte, verbesserte der TSV die Ausgangsposition kurz vor der Pause: Erst traf Carl Löfström, 13 Sekunden später klaute Richter raffiniert den Ball und stellte den Halbzeitstand her.

Neue Hoffnung nach dem Seitenwechsel: Erst erzielte Lukas Stutzke sein sechstes Tor, dann wehrte Mattes Broy gegen den frei werfenden Michael Spatz ab. Doch der TVG profitierte wiederum von Fehlern der Gäste und setzt sich wieder bis auf 22:16 in der 40. Minute ab. Da bei Stutzke nach seiner schweren Erkältung in der Woche die Kräfte schwanden und Eloy Morante Maldonado nach einer beim Junioren-Lehrgang erlittenen Gesichtsverletzung auch noch zu Beginn der Partie in Elsenfeld einen unzureichend geahndeten Schlag ins Gesicht bekommen hatte, brachte Bilanovic Julian Köster, der am kommenden Samstag 19 Jahre alt wird. Und der Youngster schlug bestens ein mit zwei Treffern und klugen Anspielen. Plötzlich war der TSV nach dem 25:23 in der 50. Minute durch den besten Spieler Benni Richter wieder dran.

Das letzte Aufbäumen endete allerdings jäh nach dem glücklichen siebten Treffer des besten Großwallstädter Feldspielers Mario Stark und einer vergebenen Großchance des ansonsten treffsicheren Carl Löfström. Fünf Minuten vor dem Abpfiff war die Partie beim Stande von 29:23 entschieden. „Wir müssen die Zusammenarbeit zwischen Abwehr und Torwart verbessern“, kündigte Dusko Bilanovic vor dem nächsten Heimspiel gegen den TV Emsdetten am kommenden Samstag, 16. März, um 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter an.

TV Großwallstadt – TSV Bayer Dormagen 33:28 (16:13)
Dormagen: Bartmann, Broy; Reuland (4), Pyszora (n.e.), Eggert (1), Thomas, Löfström (5), I. Hüter, Köster (2), Richter (8/3), P. Hüter, Jagieniak (n.e.), Morante Maldonado, Stutzke (6), Wieling (2).
Großwallstadt: Redwitz, Kugis (n.e.); Spatz (7/6), Engels, Eisenträger (4), Blank (1), Erifopoulos (n.e.), Schnellbacher (n.e.), Urban (2), Corak (3), Stark (7), T. Spieß (2), Keck (n.e.), Winkler (3), L. Spieß (4), Göpfert.
Schiedsrichter: Fratczak / Ribeiro.
Zuschauer: 1192.
Zeitstrafen: 6:8 Minuten (Rot nach 3. Zeitstrafe gegen Thomas, 58.)
Siebenmeter: 6/6:3/5 (Wieling scheitert an Redwitz und verwandelt den Nachwurf, zudem wirft er an die Latte).
Spielfilm: 1:2, 8:2 (13.), 10:4, 11:8 (20.), 16:11 (25.), 16:13 – 16:14, 19:16, 22:16 (40.), 23:20, 25:23 (50.), 29:23 (55.), 33:28.

Quelle und Foto: TSV Bayer Dormagen

TSV reist zum Mitaufsteiger TV Großwallstadt

Die Saison 2018/19 geht langsam ins letzte Drittel. Da haben gerade die direkten Vergleiche der abstiegsbedrohten Mannschaften besondere Bedeutung. Dies gilt auch für das Duell in der Untermainhalle Elsenfeld am Samstag, 9. März, um 19.30 Uhr zwischen den beiden Aufsteigern TV Großwallstadt (18. der Tabelle) und TSV Bayer Dormagen (15.). Schiedsrichter der Begegnung sind Pawel Fratczak und Paulo Ribeiro (Kamp-Lintfort / Diepholz).

Das Hinspiel kannte keinen Gewinner, denn die Partie im Sportcenter endete 32:32. Als Punktsieger konnte sich freilich der TSV fühlen, da die Gastgeber fast immer zurücklagen, kurz vor Schluss sogar mit 29:32. Doch eine außerordentliche Kraftanstrengung brachte den Ausgleich, für den Lukas Stutzke zwei Sekunden vor dem Abpfiff verantwortlich war. Interessant: Auch die aktuell führenden Torschützen der 2. Handball-Bundesliga erzielten gleich viele Tore: Großwallstadts rechter Flügelspieler Michael Spatz verwandelte alle neun Siebenmeter und machte zwei weitere Treffer. Elf Mal traf auch Dormagens Rechtsaußen Tim Wieling – er setzte ebenfalls sämtliche (fünf) Siebenmeter ins Netz, hinzu kamen sechs Feldtore.

TSV-Trainer Dusko Bilanovic würde gerne zwei Zähler aus Elsenfeld mitbringen: „Wir haben zuletzt 35 Minuten den Tabellenzweiten Coburg vor allem aufgrund unserer tollen Deckung dominiert. Wenn es jetzt auch vorne noch besser läuft, dann haben wir eine Chance.“ Tatsächlich sind 91 Treffer in den vier Spielen seit dem Neustart deutlich ausbaufähig. Holte der TSV aber in diesem Jahr bereits drei Punkte, so steht hier beim TV Großwallstadt eine Null. Dabei brachte die Mannschaft von Florian Bauer das Kunststück fertig, in allen vier Spielen zur Pause zu führen oder einen Gleichstand zu haben, um dann doch noch gegen Hamm, Rimpar, Dessau und Nordhorn zu verlieren.

Der Druck bei den Gastgebern ist aufgrund der jüngsten Nullnummern natürlich groß. Dann zählen auch die Komplimente nicht viel, die der frühere sechsfache Meister für seine Spielweise erhielt. „Die nutzen uns nichts, wenn am Ende keine Punkte herausspringen“, sagt Bauer. Worte, die man in Dormagen auch schon öfters vernommen hat. Auch wenn beim TVG noch Fragezeichen hinter den Einsätzen von Marcel Engels und Arturs Kugis wegen Knieproblemen stehen, dürften Beide wohl am Samstag dabei sein. Komplett bis auf den Langzeitverletzten Janis Boieck reist der TSV Richtung Großwallstadt. Eloy Morante Maldonado kam heil vom Lehrgang der Junioren-Nationalmannschaft zurück.

Quelle: TSV Bayer Dormagen
Foto: Heinz Zaunbrecher

Überragende erste Hälfte reicht nicht zum Erfolg

Merkwürdige Parallelen: Wie in Coburg erzielte der TSV auch am Freitagabend im TSV Bayer Sportcenter 13 Tore zur Halbzeit und 21 bis zum Schlusspfiff. Doch im Hinspiel lagen die Dormagener zur Pause bereits mit 13:20 hinten. Gestern führten sie gegen die Oberfranken nach 30 Minuten mit 13:11, verpassten aber die Sensation. Am Ende jubelten die Gäste über den 27:21-Erfolg (Hinspiel 37:21) und die Verteidigung des zweiten Tabellenplatzes in der 2. Handball-Bundesliga. Der TSV belegt vor den restlichen Begegnungen des 24. Spieltages weiterhin Rang 14. Am kommenden Samstag kommt es zu einem Traditionsduell: Die Mannschaft von Dusko Bilanovic muss am 9. März zum TV Großwallstadt reisen.

Vor 1208 zu großen Teilen kostümierten Zuschauern zeigte der TSV eine äußerst starke erste Hälfte. An der wendigen Abwehr bissen die Gäste sich die Zähne aus, vorne nahm zunächst Lukas Stutzke genau Maß. Tim Wieling, Benni Richter und erneut Stutzke erhöhten auf 4:1, ehe der exakte Pass von Sven Bartmann Eloy Morante Maldonado erreichte und der mit dem 5:1 in der 8. Minute Coburgs Trainer Jan Gorr zur ersten Auszeit zwang. Doch sein Team wirkte weiterhin unsicher und leistete sich den nächsten technischen Fehler. Patrick Hüter reagierte mit einem gelungenen Heber zum 6:1. Die Gastgeber ließen nicht locker und sorgten vor allem durch Wieling für die Sechs-Tore-Führung zum 11:5 in der 19. Minute. Hätte Tobias Varvne in dieser Phase nicht präzise abgeschlossen wäre der Dormagener Vorsprung noch deutlicher ausgefallen.

Dass die Schiedsrichter auf einen Mini-Schritt von Carl Löfström beim Anwurf mit einem Freiwurf für die Gäste reagierten, führte nicht nur auf der Tribüne zum Unverständnis. Ebenso wie eine umstrittene Zeitstrafe gegen Heider Thomas und ein Zeitspiel gegen Richter, der sich gerade am Kreis durchtanken wollte. Prompt schlichen sich jetzt Abspielfehler beim TSV ein, die Coburg zu erfolgreichen Kontern einluden und den Dormagener Vorsprung zur Pause auf 13:11 schrumpfen ließen. Nach dem Seitenwechsel machte Anton Prakapenia den Anschlusstreffer. Doch der TSV hielt dagegen, insbesondere durch den bestens aufgelegten Morante wenige Tage nach seinem 21. Geburtstag. Dank Wielings Dreher zum 17:14 lag der TSV in der 37. Minute wieder mit drei Treffern vorne. Doch plötzlich war die Luft raus: „Der Angriff war jetzt ein Totalausfall“, stellte Coach Dusko Bilanovic später fest. Tatsächlich dauerte es zehn Minuten bis zum nächsten Tor – da aber hatte Coburg insbesondere durch Florian Billek das Ergebnis hin zum 17:20 gedreht. „Wir haben über die Deckung zurück ins Spiel gefunden“, betonte Gorr.

Die Verunsicherung beim TSV wurde nicht geringer, als Lukas Stutzke nach seiner dritten Zeitstrafe in der 51. Minute die Rote Karte sah, Konstantin Poltrum einen Siebenmeter von Tim Wieling abwehrte und ein Wechselfehler Coburg die erneute Überzahl bescherte. Das Spiel war entschieden und ermöglichte so ein besonderes Fair-Play: Als die Schiedsrichter Eloy Morante wegen eines vermeintlichen Schlags ins Gesicht von Jakob Knauer mit zwei Minuten bestraften, wartete der bald 20-Jährige mit der Erklärung auf, dass nur die Brust getroffen wurde – und die Referees nahmen ihre Entscheidung zurück. Knauers Antwort auf dem Spielfeld folgte mit den Toren Nummer 24 und 25…

TSV Bayer Dormagen – HSC 2000 Coburg 21:27 (13:11)
Dormagen: Bartmann (6 Paraden), Broy (bei einem 7m); Reuland, Pyszora (n.e.), Eggert, Thomas, Löfström (2), I. Hüter (1), Köster (n.e.), Rebelo (1), Richter (1), P. Hüter (1), Jagieniak (n.e.), Morante Maldonado (4), Stutzke (3), Wieling (8/5).
Coburg: Kulhanek (11 Paraden), Poltrum (bei 4 7m und ab 58., 2 Paraden); Hagelin, Jaeger (5), Wucherpfennig, Sproß, S. Weber (2), Prakapenia (3), Billek (8/4), Timm (1), Knauer (3), Zeterman, Varvne (4), P. Weber (1).
Schiedsrichter: Friedel / Herrmann.
Zuschauer: 1208.
Zeitstrafen: 10:2 Minuten.
Siebenmeter: 5/6:4/4 (Poltrum hält gegen Wieling).
Spielfilm: 6:1 (10.), 6:3, 11:6 (20.), 12:8, 12:10 (25.), 13:10, 13:11 – 13:12, 15:12, 17:14 (37.), 17:20 (45.), 18:20, 18:22, 19:25, 21:27.

Quelle: TSV Bayer Dormagen
Foto: Heinz Zaunbrecher

Auch aus Niederlagen kann man lernen

Es war nicht der Abend des TSV Bayer Dormagen: In der Nordfrost-Arena Wilhelmshaven kassierte die Mannschaft die zweithöchste Saison-Niederlage. Nach 60 Minuten hieß es vor 1096 Zuschauern 34:24 (16:12) für den Tabellenvorletzten der 2. Handball-Bundesliga. „Was wir uns vorgenommen hatten konnten wir nicht umsetzen“, sagte Dusko Bilanovic nach dem ersten Misserfolg unter seiner Regie. In der Tabelle rutschte der TSV auf Rang 14. Nächster Gegner im TSV Bayer Sportcenter ist am Karnevalsfreitag, 1. März, ab 19.30 Uhr der HSC 2000 Coburg. Wer verkleidet kommt bekommt ein Freigetränk geschenkt.

Es ging los mit einem klassischen Fehlstart. Der WHV legte vier Tore vor, ehe Lukas Stutzke nach exakt acht Minuten der erste Dormagener Treffer gelang. Fortan rannten die Gäste dem Rückstand hinterher. Auch weil Tim Wieling sich als sicherer Siebenmeterschütze erwies wurde es gelegentlich enger. Doch gelang dem TSV nicht ein Mal ein Remis. Bilanovic: „Vorne haben wir unsere Chancen nicht ausreichend genutzt und in der Abwehr die Aggressivität und Kompaktheit nicht hinbekommen.“ Um die Defensive zu wecken schaltete der Coach vorübergehend von der zuletzt so starken 6:0-Abwehr auf 5:1 um. „Jeder hat es versucht, doch manche haben die Leistung nicht gebracht, zu der sie in der Lage sind.“ Hinzu kam, dass Dennis Doden im WHV-Kasten das Duell der Keeper deutlich für sich entschied.

Die Höhe der Niederlage schmeckte Bilanovic natürlich gar nicht: „Die Tordifferenz kann schließlich auch ein Punkt sein.“ Aber nackte Zahlen verdeutlichen den Spielverlauf – der TSV leistete sich 21 Fehlwürfe und neun technische Fehler. Jede Einladung nahmen die Norddeutschen mit Freude an. „Für Wilhelmshaven war die Partie so etwas wie ein Endspiel. Jeder hat gebrannt und kämpfte um jeden Zentimeter“, machte Dusko Bilanovic besondere Tugenden bei den Gastgebern aus. Gleichwohl geht er von einer Momentaufnahme aus: „Ich habe meinen Spielern gesagt, dass sie den Kopf nicht hängen lassen sollen. Denn auch aus einer solchen Niederlage kann man lernen.“

Wilhelmshavener HV – TSV Bayer Dormagen 34:24 (16:12)
Wilhelmshaven: Doden, Grunz, Lüpke; Ten Velde, Maas (5), Kozlina, Postel (2), Schauer, Vorontsov (6/3), Köhler, Konitz (3), Kozul (1), Schwolow (9), Andrejew (4), Drechsler (4), Pust.
Dormagen: Bartmann, Broy; Reuland (1), Pyszora, Eggert, Thomas (3), Löfström (4), I. Hüter, Rebelo, Richter, P. Hüter, Jagieniak, Morante Maldonado (5), Stutzke (2), Wieling (9/6).
Schiedsrichter Otto / Piper.
Zuschauer: 1096.
Zeitstrafen: 4:4 Minuten.
Siebenmeter: 3/3:6/6.
Spielfilm: 4:0, 4:1 (8.), 6:4 (15.), 8:4, 10:5, 15:9, 16:12 – 22:16, 25:18 (45.), 34:24.

Quelle und Foto: TSV Bayer Dormagen

Ian Hüter erzielt umjubelten Siegtreffer

Was für ein Abend am Spieltag der RheinlandVersicherung. Nach einer klaren Führung des TSV Bayer Dormagen gegen den TV Hüttenberg erlebten die 1432 Zuschauer ein packendes Herzschlag-Finale im TSV Bayer Sportcenter mit einem glücklichen aber verdienten Ausgang für die Rheinländer. Ian Hüter rettete den dritten Punkt im neuen Jahr und erzielte sieben Sekunden vor dem Schlusspfiff das 21:20. In der torärmsten Begegnung dieser Saison verdienten sich beide Torhüter Bestnoten mit einem Plus für TSV-Keeper Sven Bartmann. Der TSV kletterte vor den weiteren Spielen des 22. Spieltages der 2. Handball-Bundesliga auf Tabellenplatz 13 und wird auch nach dem Wochenende auf einem Nichtabstiegsplatz rangieren. Zum ersten Auswärtsspiel des Jahres muss der TSV am kommenden Samstag nach Wilhelmshaven reisen. Nächster Heimgegner am 1. März ist der Tabellenzweite Coburg.

Die Zurückhaltung der beiden Offensivreihen deutete sich schon zu Beginn an: Ian Hüter traf in der 3. Minute erstmals für den TSV, Tomas Sklenak glich in der 7. Minute zum 1:1 aus. Dass die Hessen in der gesamten Partie lediglich einmal in Führung gehen konnten – durch Moritz Lambrecht in der 10. Minute zum 3:2 – war ein Verdienst der Dormagener Verteidigung, die Beton angemischt hatte. In der 18. Minute machte sich das auch zahlenmäßig bemerkbar, als Carl Löfström nach super getimten Pässen von Heider Thomas und anschließend Benni Richter mit einem Doppelschlag auf 7:4 und damit den ersten Drei-Tore-Vorsprung erhöhte. Hüttenberg kam zwar noch einmal bis zum 8:7 heran, doch der in der 21. Minute eingewechselte Eloy Morante Maldonado tankte sich immer wieder durch die löchrige TVH-Deckung und schraubte mit drei Treffern den Vorsprung bis auf 12:8 zur Pause. Hinzu kam in dieser Phase Bartmanns (gegen Markus Stegefelt) abgewehrter Siebenmeter und der auf der anderen Seite von Tim Wieling vollstreckte Strafwurf – Dormagens Rechtsaußen war wie schon im Hinspiel der erfolgreichste Werfer der Partie und steuerte diesmal acht Treffer bei.

Nach dem Seitenwechsel baute der TSV die Führung weiter aus, obwohl Hüttenbergs Torhüter Nikolai Weber immer stärker wurde und gleich zwei Siebenmeter gegen Wieling und Richter abwehrte. Doch weiterhin wartete sein Gegenüber Sven Bartmann mit teilweise spektakulären Paraden auf, so auch beim Stande von 16:11 mit einer Doppelabwehr gegen Stegefelt und Christian Rompf. Als dann Nuno Rebelo auf 17:11 in der 43. Minute erhöhte, zweifelte kaum noch jemand am neunten TSV-Sieg gegen Hüttenberg im zehnten Vergleich. Doch plötzlich riss der Faden in Dormagens Offensive. „Ein Spiel dauert nun mal eben 60 und nicht nur 50 Minuten“, erinnerte später TSV-Coach Dusko Bilanovic an die Spielregeln und war nicht erfreut über „zu viele halbherzige Aktionen“ in der Schlussphase. Die Gäste-Deckung machte nun auf und lockte die Dormagener Angreifer in Wurffallen. Prompt konnten sie fast fünf Minuten lang Weber nicht mehr überwinden, nachdem Lukas Stutzke das 20:17 erzielt hatte. Mit den Toren 17, 18 und 19 durch den lange geschonten Tomas Sklenak war Hüttenberg wieder dran. Und in der Halle wurde es leiser als Tobias Hahn 15 Sekunden vor dem Abpfiff den Siebenmeter zum 20:20 vollstreckte.

Der lange wieder auf Linksaußen eingesetzte Ian Hüter behielt schließlich die Nerven und erzielte nach dem ersten auch das letzte Tor des Spiels. Mit einem Kraftakt zog Björn Zintel anschließend noch aus großer Entfernung ab, doch Sven Bartmann wehrte ab und startete den Jubellauf der TSV-Mannschaft. Hüttenbergs zum Saisonende scheidender Coach Emir Kurtagic sah „die bessere Körpersprache“ beim TSV und ließ keinen Zweifel am verdienten Sieg der Rheinländer aufkommen. Dusko Bilanovic hingegen war nach seinem ersten Sieg mit dem TSV „super zufrieden.“

TSV Bayer Dormagen – TV Hüttenberg 21:20 (12:8)
Dormagen: Bartmann (13 Paraden), Broy (n.e.); Reuland, Pyszora (n.e.), Eggert (2), Thomas, Löfström (2), I. Hüter (2), Köster (n.e.), Rebelo (1), Richter, P. Hüter, Jagieniak (n.e.), Morante Maldonado (3), Stutzke (3), Wieling (8/3).
Hüttenberg: Weber (12 Paraden), Nass (n.e.); Belter (n.e.), Sklenak (5), Lambrecht (2), Rompf (3), Zörb (1), Fernandes, Johannsson (3), Stegefelt (1), Mubenzem, Hahn (5/3), Zintel, Klein.
Schiedsrichter: Krüger/Schmidt (Flensburg).
Zuschauer: 1432.
Zeitstrafen: 10:4 Minuten.
Siebenmeter: 3/5:3/4 (Weber hält gegen Wieling und Richter – Stegefelt scheitert an Bartmann).
Spielfilm: 1:0, 2:3 (10.), 7:4 (18.), 9:7, 12:8 – 13:10, 17:11 (43.), 19:15 (51.), 19:17, 20:17 (55.), 20:19 (56.), 20:20 (60.), 21:20.

Quelle: TSV Bayer Dormagen
Foto: Heinz Zaunbrecher

Mission Klassenerhalt: TSV erwartet Hüttenberg

Im Hinspiel feierte der TSV Bayer Dormagen beim TV Hüttenberg den ersten Saisonsieg (30:29). Deshalb sind die Hessen an diesem Freitag im TSV Bayer Sportcenter natürlich auf Wiedergutmachung aus: „Zudem haben sie letzte Woche ihr Heimspiel gegen Nordhorn verloren. Da wollen die Spieler natürlich beweisen, dass sie es besser können“, geht TSV-Trainer Dusko Bilanovic von einer Aufgabe aus, die „auf keinen Fall einfach ist. Aber hoffentlich mit einem erfolgreicheren Ausgang als beim 25:25 gegen Aue.“ Die Partie wird am Spieltag der RheinlandVersicherung, Freitag, 15. Februar, um 19.30 Uhr von den Schiedsrichtern Jan Krüger und Björn Schmidt (Flensburg) angepfiffen. Tickets gibt es im Vorverkauf im Tabak-Shop, Kölner Straße 64, online sowie an den Abendkassen, die um 18.30 Uhr öffnen.

„Wir rechnen mit einer aggressiven 3:2:1-Deckung der Hüttenberger“, sagt Bilanovic. Die Abwehr will sich besser verkaufen als im September in eigener Halle, kündigt der TVH an. Als Bundesliga-Absteiger gehörte der TV Hüttenberg automatisch zum Kreis der Favoriten in der 2. Liga. Doch mit sehr großem Optimismus gingen die Hessen keineswegs in die Saison, schließlich mussten auch zahlreiche Abgänge verkraftet werden. Das erklärte Ziel ist die „obere Tabellenhälfte“, aktuell steht der Klub auf Rang 10 mit 20:22-Punkten und besitzt damit vier Zähler mehr auf der Habenseite als der TSV auf Rang 16. Zu den gefährlichsten Angreifern gehören Mittelmann Tomás Sklenák und Linkshänder Ragnar Johannsson.

Mit Rechtsaußen Daniel Wernig haben die Gäste einen ehemaligen Dormagener im Kader. Der scheiterte im Hinspiel in der letzten Sekunde mit seinem Strafwurf an TSV-Schlussmann Gergö Rózsavölgyi und vergab damit die Chance auf den Ausgleich. Ob Wernig an alter Wirkungsstätte auflaufen kann ist noch offen. In Hüttenberg grassiert nämlich die Grippewelle, von der besonders die Flügelspieler erwischt wurden: „Nach Wernig sind jetzt auch Christian Rompf und Tobias Hahn betroffen“, erklärt Trainer Emir Kurtagic, der den TV Hüttenberg nach Ablauf der Saison verlässt und beim TuS N-Lübbecke Nachfolger von Aaron Ziercke wird. Ob ein weiterer Torwart als Back up für Nikolai Weber kommt, ist unklar. Jedenfalls fallen Fabian Schomburg und Simon Böhne noch mehrere Wochen aus. „Diese Zeit wollen wir gerne mit einem bezahlbaren Nachwuchsmann überbrücken“, wird Kurtagic in der Gießener Allgemeinen Zeitung zitiert.

Es gibt kaum einen Klub, gegen den der TSV eine solch positive Bilanz besitzt: In neun Spielen gewannen die Dormagener acht Mal und kassierten nur eine Niederlage. Den ersten Sieg im zweiten Spiel würde gerne Dusko Bilanovic feiern: „Das war eine tolle Trainingswoche. Ich habe ein gutes Gefühl.“ Bis auf Janis Boieck stehen alle Spieler zur Verfügung, auch wenn einige „etwas angeschlagen sind.“ Auf die Fans wartet also ein interessantes Spiel und etwas ganz Besonderes präsentiert von der RheinlandVersicherung: Dank der Fotoaktion #meinlieblingswiesel besteht die Möglichkeit, sich mit Spielern vor dem Green-Screen zu verewigen. Gleichzeitig haben Fans die Möglichkeit, einen von drei signierten Handbällen zu gewinnen. Und wer sein Bild auf Facebook mit der RheinlandVersicherung verlinkt, kann attraktive Preise gewinnen.

Quelle: TSV Bayer Dormagen
Foto: Heinz Zaunbrecher

Punkteteilung beim Neustart gegen Aue

Zwei Mannschaften weitestgehend auf Augenhöhe – insofern war das 25:25 (10:11)-Unentschieden zwischen dem TSV Bayer Dormagen und EHV Aue im TSV Bayer Sportcenter vor 1141 Zuschauern ein durchaus gerechtes Ergebnis. „Aue hat vorne den Ball lange gehalten“, erkannte Dormagens Neu-Trainer Dusko Bilanovic die „clevere Leistung“ der Gäste an. Deren Coach Stephan Swat freute sich, dass „wir uns mit einem Punkt belohnen konnten.“ Das nächste Heimspiel steht schon am kommenden Freitag, 15. Februar, auf dem Programm: Um 19.30 Uhr trifft der TSV dann auf den TV Hüttenberg. Tickets gibt es im Tabakshop an der Kölner Straße 64 und online.

Beide Angriffsreihen schlossen zunächst wenig präzise ab oder scheiterten an den starken Schlussmännern Sven Bartmann und Vilius Rasimas. So dauerte es bis zur 4. Minute, ehe Franz Scheuer den ersten Treffer der Begegnung erzielte. In seinem ersten Pflichtspiel für den TSV glich Heider Thomas aus, doch dann mussten die Gastgeber lange bis zum zweiten Gleichstand warten. Aue führte nach einer Viertelstunde mit 6:3, vier Minuten später sogar mit 8:4 und kurz drauf mit 10:6. Weil jetzt am Kreis immer wieder Carl Löfström gefunden wurde und der Schwede kompromisslos verwandelte, waren die Dormagener beim 9:10 wieder im Rennen. Es folgte der Ausgleich durch Eloy Morante Maldonado, ehe Mindaugas Dumcius zunächst dem EHV die Pausenführung verschaffte und nach dem Seitenwechsel auf 12:10 erhöhte.

Der TSV kam nun besser ins Spiel: Der in der zweiten Hälfte durchschlagskräftige Lukas Stutzke, Carl Löfström und der auch auf Linksaußen überzeugende Ian Hüter sorgten für die erste Führung zum 13:12 in der 36. Minute. 12 Minuten später erzielte Stutzke den ersten – und einzigen – Zwei-Tore-Vorsprung (19:17). Dann waren es nämlich wieder die Sachsen, die regelmäßig führten und bis zum 23:24 in der 57. Minute auf zwei Auswärtspunkte hoffen konnten. Doch Aues dritten Auswärtssieg verhinderte der TSV mit einer konzentrierten Schlussphase: Ian Hüter glich aus, Sven Bartmann wehrte den folgenden Wurf von Jan Faith ab und Lukas Stutzke brachte die Dormagener 70 Sekunden vor dem Schlusspfiff mit 25:24 in Führung. Der erste Erfolg unter Dusko Bilanovic gelang aber nicht, weil die Gäste einen erstaunlich langen letzten Angriff spielen und schließlich den erneuten Ausgleich feiern durften. Erst traf Geburtstagskind Benas Petreikis (27), doch wegen seiner Schritte wurde er zurückgepfiffen. Danach ging Eric Meinhardt durch die TSV-Abwehr und ließ Sven Bartmann keine Chance.

Bilanovic hatte blitzschnell die Auszeit beantragt, um mit seinen Spielern die Taktik für die ausstehenden fünf Sekunden zu besprechen. Fast wäre der geplante Weg über Nuno Rebelo aufgegangen, doch dessen letzter Wurf kam zu spät. So gab es im 12. Vergleich der beiden Vereine das erste Unentschieden. Dadurch überholte der TSV in der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga immerhin Dessau und steht nun auf Rang 16. „Gegen Hüttenberg müssen wir es am Freitag vorne besser machen“, sagte Bilanovic.

TSV Bayer Dormagen – EHV Aue 25:25 (10:11)
Dormagen: Bartmann (14 Paraden), Broy (n.e.); Reuland (n.e.), Pyszora (n.e.), Eggert, Thomas (1), Löfström (8), I. Hüter (4), Köster (n.e.), Rebelo (1), Richter (2), P. Hüter, Jagieniak (n.e.), Morante Maldonado (1), Stutzke (7), Wieling (1/1).
Aue: Rasimas (10 Paraden), Musil (49.-58., 1 Parade); Meinhardt (5/2), Naumann (n.e.), Roch (2), Ebert (2), Bornhorn (1), Petreikis (4), Dumcius (5), Faith (3), Neuteboom, Slachta (2), Schauer (1).
Schiedsrichter: Moles / Pittner.
Zuschauer: 1141.
Zeitstrafen: 4:4 Minuten.
Siebenmeter: 1/2:2/2 (Rasimas hält gegen Wieling).
Spielfilm: 1:3 (6.), 3:6 (15.), 4:8 (19.), 6:8, 6:10 (25.), 10:10 (29.), 10:11 – 10:12, 13:12 (36.), 19:17 (48.), 19:20 (51.), 23:24 (57.), 25:24 (59.), 25:25.

Quelle und Foto: TSV Bayer Dormagen

TSV-Kapitän Patrick Hüter verlängert bis 2022

Ein klares Zeichen vor dem ersten Pflichtspiel des Jahres 2019 am kommenden Samstag, 9. Februar, um 19.30 Uhr gegen EHV Aue im TSV Bayer Sportcenter: Patrick Hüter, Kreisläufer und Kapitän des Handball-Zweitligisten TSV Bayer Dormagen, verlängerte heute seinen Vertrag um weitere drei Jahre bis 2022. Der 23-Jährige ist ein echtes Eigengewächs und gehört dem Handball-Traditionsklub seit 2008 an. „Ich fühle mich hier wohl, lebe nicht weit entfernt, es passt alles bestens“, sagte Hüter bei der Vertragsunterzeichnung. Der BWL-Student will im nächsten Jahr den Bachelor-Abschluss machen und würde dann auch gerne als Aktiver zu den Olympischen Spielen nach Japan fahren: Ausgestattet mit einem Doppelpass für Deutschland und die USA trug er im letzten Jahr die ersten Länderspiele für die USA aus. Bei den Panamerikanischen Meisterschaften im Sommer geht es für ihn und seinen Bruder Ian um die Tickets nach Tokio.“Natürlich freue ich mich, dass der Kapitän langfristig an Bord bleibt“, kommentiert Handball-Geschäftsführer Björn Barthel die Vertragsverlängerung: „Patrick ist ein Gesicht des Dormagener Handballs.“

Tyron Hartmann ab sofort nicht mehr im Kader
Der Vertrag mit Tyron Hartmann wurde einen Monat vor dessen 20. Geburtstag einvernehmlich auf Wunsch des Spielers aufgelöst. Für die Entscheidung des Linksaußen waren persönliche Gründe ausschlaggebend.

Operation von Janis Boieck verlief erfolgreich
Janis Boeick (20) wurde an diesem Mittwoch 75 Minuten lang erfolgreich in der MediaPark Klinik Köln operiert, nachdem er sich letzten Freitag im Testspiel gegen die Rhein Vikings eine Schulterluxation links zugezogen hatte. Dass nur zwei statt zumeist drei oder sogar vier Verschraubungen im betroffenen Schulterbereich notwendig wurden, kann durchaus als positives Zeichen gewertet werden. Gleichwohl wird der Torwart dem TSV in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung stehen können. Sein sportliches Ziel ist nun die Teilnahme an der Junioren-Weltmeisterschaft in Spanien (Vigo / Pontevedra) vom 14. bis 29. Juli.

Quelle und Foto: TSV Bayer Dormagen

Janis Boieck wird am Mittwoch operiert

Die im Testspiel gegen die Rhein Vikings erlittene Schulterverletzung wird Torwart Janis Boieck zu einer längeren Pause zwingen. Nach der eingehenden Untersuchung diagnostizierte Mannschaftsarzt Dr. Guido Laps heute eine knöcherne Bankart-Läsion als Folge der traumatischen Schulterluxation links. Der knöcherne Kapselausriss im vorderen Bereich der Schulter kommt in der Regel vor, wenn der Oberarmkopf nach vorne aus der Pfanne herausspringt. Der 20-Jährige soll an diesem Mittwoch operiert werden.

Der TSV Bayer Dormagen wünscht Janis Boieck gute und baldige Besserung.

Quelle: TSV Bayer Dormagen
Foto: Heinz Zaunbrecher

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