Deutscher Fechter-Bund nominiert 17 TSV-Athleten für den Bundeskader

Der Deutsche Fechter-Bund hat insgesamt 57 Fechterinnen und Fechter für seinen Bundeskader der Saison 2020/21 nominiert. Mit 17 Athletinnen und Athleten stellt der TSV Bayer Dormagen das mit Abstand größte Vereinskontingent im Aufgebot des DFB. Es folgt der FC Tauberbischofsheim mit elf Kaderathleten.

Für den Herrensäbel Olympiakader wurden Max Hartung, Matyas Szabo, Benedikt Wagner, Richard Hübers (alle TSV Bayer Dormagen) sowie Björn Hübner-Fehrer von Future Fencing Werbach nominiert. Das Team hatte sich Anfang des Jahres erfolgreich für die Olympischen Spiele in Tokio qualifiziert.

Im Perspektivkader Herrensäbel finden sich mit Raoul Bonah, Lorenz Kempf, Benno Schneider, Luis Bonah und Bas Wennemar gleich fünf TSV-Fechter wieder. Leon Schlaffer und Stefan Friedheim haben den Sprung in den Ergänzungskader geschafft.

Auch der Damensäbel-Bundeskader ist gespickt mit Dormagener Fechterinnen. Im Perspektivkader stehen Anna Limbach, Lea Krüger und Larissa Eifler. Für den Ergänzungskader wurden Liska Derkum, Lisa Rütgers und Katharina Peter nominiert.

„Wir freuen uns, dass so viele von unseren Fechterinnen und Fechtern den Sprung in den Bundeskader geschafft haben. Für uns als Verein ist das natürlich auch eine schöne Bestätigung der Arbeit, die am Standort Dormagen geleistet wird“, kommentierte TSV-Fechtkoordinator Olaf Kawald die Entscheidung des Deutschen Fechter-Bundes.

Das Bild zeigt das Dormagener Quartett für Olympia 2021 v.l.: Hübers, Wagner, Szabo, Hartung

Quelle: TSV Bayer Dormagen
Foto: Deutscher Fechter-Bund/Team A. Bizzi

Dormagener Dreifacherfolg bei „Fechter des Jahres“-Wahl

Bei der „Fechter des Jahres 2019“-Wahl des Deutschen Fechter-Bundes führte – wie schon im letzten Jahr – kein Weg an den Säbelfechtern vorbei. Max Hartung wurde erneut zum Fechter des Jahres gewählt, das deutsche Säbelteam der Herren zur Mannschaft des Jahres und dessen Bundestrainer Vilmos Szabo, der am Standort Dormagen aktiv ist, zum Trainer des Jahres. Damit waren die Titelträger die gleichen, wie schon in der Saison 2017/18.

Für Max Hartung, der bei der Heim-EM in Düsseldorf Bronze im Einzel holte, war es bereits die dritte Auszeichnung. Er zog damit mit dem viermaligen Florett-Weltmeister Peter Joppich gleich.

Das Säbelteam, das im Juni in der Besetzung Maximilian Hartung, Benedikt Wagner, Matyas Szabo (alle TSV Bayer Dormagen) und Björn Hübner-Fehrer (Werbach) Team-Gold bei der EM gewonnen hatte, wurde bereits zum vierten Mal ausgezeichnet. Die „Mannschaft des Jahres“ Wahl gibt es erst seit der Saison 2013/14, die Erfolgsserie des Säbelherren wurde nur 2016/17 vom Damenflorettteam unterbrochen.

Großen Anteil am Erfolg der Säbelfechter hat natürlich auch der Bundestrainer Vilmos Szabo, der sich folgerichtig über seine dritte Auszeichnung als „Trainer des Jahres“ freuen konnte. Der Titel wurde erst zum vierten Mal verliehen. Sportdirektor Sven Ressel bezeichnete Szabo als „den Vater der Säbelerfolge“.

„Dass unseren Athleten und Vilmos als Trainer zum wiederholten Male diese Ehren zuteil wurden, freut uns als Heimverein natürlich besonders. Es zeigt, dass unser Trainings- und Ausbildungskonzept beim TSV Bayer Dormagen Spitzensportler und Trainer hervorbringt, die zu den besten ihrer Zunft gehören“, gratuliert Olaf Kawald, Sportlicher Leiter Fechten beim TSV, den Titelträgern.

Quelle und Foto: TSV Bayer Dormagen

Deutsche Meisterschaften am Höhenberg vorerst abgesagt

Der Deutsche Fechter-Bund hat bekanntgegeben, dass aufgrund der aktuellen Corona Virus Situation alle Ranglistenturniere und Deutsche Meisterschaften bis einschließlich 3. Mai 2020 aus dem Wettkampfkalender gestrichen werden.

Nachhol-/Ersatztermine für diese ausfallenden Wettkämpfe sind nach jetziger Sicht nicht oder nur unter größten Anstrengungen zu realisieren. Der DFB wird sich mit den Ausrichtern austauschen, ob und wann Wettkämpfe nachgeholt werden können.

Von der Entscheidung ist auch der TSV Bayer Dormagen betroffen. Am ersten Maiwochenende sollten am Höhenberg die Deutsche Meisterschaft im Säbel der Aktiven und die Deutsche Meisterschaft im Säbel der U13 stattfinden. Beide Turniere sind nun vorerst gestrichen.

„Wir unterstützen die Maßnahmen des Deutschen Fechter-Bundes und werden gemeinsam mit dem Verband nach einem Ausweichtermin suchen, was natürlich nicht einfach werden wird“, so Olaf Kawald, Sportlicher Leiter Fechten beim TSV Bayer Dormagen.

Herrensäbel-Weltcup: Team holt Bronze und sichert Olympia-Qualifikation

Geschafft! Das Herrensäbel-Quartett des Deutschen Fechter-Bundes hat sich für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio qualifiziert. Dem Team von Bundestrainer Vilmos Szabo reichte dazu Bronze beim Weltcup in Luxemburg.

 

Beim Turnier, das eigentlich im italienischen Padua hätte stattfinden sollen und aufgrund des Corona-Virus nach Luxemburg verlegt worden war, setzte sich das deutsche Team im Auftaktgefecht souverän mit 45:32 gegen Georgien durch.

Max Hartung, Matyas Szabo, Richard Hübers (alle Dormagen) und Björn Hübner-Fehrer (Werbach) kämpften in der Mannschaft nicht nur um die Olympia-Quali sondern auch für ihren Teamkameraden Benedikt Wagner (TSV Bayer Dormagen), der sich am Vortag im Einzelwettkampf schwer verletzt hatte und bereits am Sonntag in Deutschland operiert wurde. „Der Verlust von Benedikt wiegt natürlich schwer. Er hat einen Patellasehenabriss erlitten, die OP ist gut verlaufen, die Folgen für die nächsten Monate aber noch nicht abzusehen“, so Olaf Kawald, Sportlicher Leiter Fechten beim TSV.

Im Tableau der besten Acht schlug die deutsche Mannschaft das Quartett des Irans deutlich mit 45:28. Im Halbfinale unterlag das DFB-Team anschließend dem späteren Siegerteam aus Korea, das zuvor schon Deutschlands direkten Olympia-Konkurrenten Frankreich eliminiert hatte, mit 37:45.

Das so wichtigen Gefecht um Platz Drei gegen Ungarn entwickelte sich zu einer echten Nervenschlacht. Björn Hübner-Fehrer war als Schlussfechter der deutschen Equipe gefragt, übernahm das Gefecht beim Stand von 40:39 und brachte es mit 45:44 hauchdünn – aber verdient – nach Hause. Damit sicherte sich das Team von Bundestrainer Vilmos Szabo nicht nur Bronze, sondern löste auch endgültig das Ticket für Tokio.

„Was für ein toller Erfolg! Die Olympia-Quali war das große Ziel der Saison und die Jungs haben Nerven aus Stahl bewiesen und dieses Ziel heute erreicht“, jubelte der Bundestrainer.

Im Einzel konnte Matyas Szabo mit Platz 22 das beste Ergebnis für Deutschland holen. Die übrigen DFB-Fechter schieden für ihre Verhältnisse überraschend früh aus.

 

Quelle: TSV Bayer Dormagen
Foto: Deutscher Fechter-Bund/Team Bizzi

Junioren-EM in Porec: Herren-Team auf Platz vier

Am letzten Gefechtstag der Kadetten- und Junioreneuropameisterschaften im kroatischen Porec holte das deutsche Herren Junioren-Säbelquartett im Teamwettbewerb noch einmal einen starken vierten Platz. Zuvor hatten die Damen die EM in der Mannschaft auf Rang acht beendet.

Das Quartett von Bundestrainer Dan Costache, bestehend aus den beiden Dormagenern Leon Schlaffer und Stefan Friedheim sowie Leon Kuzmin aus Tauberbischofsheim und Eric Seefeld aus Solingen, startete mit einem 45:33 Erfolg gegen die Türkei ins Turnier. Im Viertelfinale zeigten die Deutschen gegen das Team aus der Ukraine eine bärenstarke Leistung und zogen verdient mit 45:37 ins Halbfinale ein. „Gegen die Ukraine haben die Jungs wirklich stark gefochten und ihr Potenzial gezeigt. Das Gefecht hat mich als Trainer richtig glücklich gemacht“, lobte der Bundestrainer seine Schützlinge.

Weniger glücklich war Costache mit dem Verlauf des Halbfinals gegen Italien: „Wir sind schnell in Rückstand geraten und haben uns davon nie wirklich erholt.“ Am Ende konnte das DFB-Quartett zwar noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, musste sich aber trotzdem deutlich mit 35:45 geschlagen geben.

Damit war der Traum vom Finale geplatzt, doch die Chance auf Edelmetall im kleinen Finale gegen Russland immer noch gegeben. „Im Gefecht um Bronze haben wir gemerkt, wie viel Kraft uns die ersten Gefechte gekostet haben. Da haben wir uns eine schöne Klatsche abgeholt“, kommentierte der Coach die deftige 18:45 Niederlage, die das deutsche Team auf Platz Vier verwies.

„Wir können trotzdem zufrieden sein. Zu Beginn der Saison haben wir immer eher um die Plätze fünf bis acht gekämpft, bei der EM ins Halbfinale einzuziehen, ist daher ein echter Erfolg und beweist, wie sehr die Jungs sich gesteigert haben“, resümierte Costache, der sich ein ähnliches Resultat für die anstehende WM wünscht.

 

Damen-Quartett auf Platz acht

 

Einen Tag vorher standen auch die Juniorinnen des Deutschen Fechter-Bundes im Teamwettbewerb der EM auf der Planche. Lisa Rütgers, Felice Herbon, Laura Ziob (alle TSV Bayer Dormagen) und Julika Funke (FC Würth Künzelsau) gewannen ihr Auftaktgefecht gegen Belgien mit 45:33. Anschließend mussten sie sich mit einer 26:45 Niederlage gegen die Türkei aus dem Medaillenrennen verabschieden. In den Platzierungsgefechten folgten Niederlagen gegen Polen (30:45) und Italien (35:45), was in der Endabrechnung Platz acht bedeutete.

Quelle: TSV Bayer Dormagen
Foto: Deutscher Fechterbund

Kadetten-EM in Porec: Herrensäbel-Team verpasst Medaille knapp

Bei der Kadetten-Europameisterschaft im kroatischen Porec hat das deutsche Herrensäbel-Team eine Medaille im Mannschaftswettbewerb knapp verpasst. Valentin Meka (TSV Bayer Dormagen), Colin Heathcock (Eislingen), Max Laurin Müller (Bonn) und Marc Neuhäuser (Tauberbischofsheim) landeten auf dem undankbaren vierten Platz.

Mit dem frischgebackenen Europameister Colin Heathcock und Bronzemedaillengewinner Valentin Meka im Team, hatte das deutsche Quartett sich für den Teamwettbewerb natürlich einiges vorgenommen. An Eins gesetzt starteten die Jungs mit einem Freilos ins Turnier und setzten sich im Achtelfinale anschließend überdeutlich mit 45:12 gegen Georgien durch. Auch das Team aus Bulgarien hatte keine Chance gegen die DFB-Kadetten, die mit 45:23 das Halbfinalticket lösten.

Dort traf das Team von Trainer Imre Bujdoso auf die Mannschaft der Italiener, die den Goldtraum von Meka & Co. mit einem 45:37 Sieg beendeten.

Im anschließenden Gefecht um Bronze unterlag die deutsche Mannschaft Russland mit 35:45.

„Natürlich hätten wir nach zwei Medaillen im Einzel auch mit dem Team gerne Edelmetall geholt, aber dafür hat es heute nicht gereicht. Trotzdem haben die Jungs eine tolle U17-EM gefochten“, so der Bundestrainer.

Im Mannschaftswettbewerb der Damen landete das deutsche Team mit der Dormagenerin Sina Neumann auf Rang 13. Das Quartett verlor zunächst 38:45 gegen Rumänien und konnte anschließend in den Platzierungsgefechten gegen Weißrussland (45:37) und Georgien (45:20) zwei Siege einfahren.

Quelle: TSV Bayer Dormagen
Foto: Deutscher Fechter-Bund/Team Bizzi Fotografie

Valentin Meka holt EM-Bronze in Porec

Erfolgreicher Auftakt für die Dormagener Starter bei der Kadetten- und Junioren-Europameisterschaft in Porec (Kroatien): Valentin Meka vom TSV Bayer Dormagen sicherte sich im Einzelwettbewerb der Kadetten Bronze.

Der 16-jährige Meka, der das Sportinternat Knechtsteden besucht, startete mit einer perfekten Vorrunde in den Tag und ging an Rang Drei gesetzt in die K.O.-Runden. Dort setzte der Dormagener sich gleich dreimal mit 15:10 durch: zunächst gegen die Rumänen Mihnea und Nitu, danach gegen den Russen Nikita Kisin. Im anschließenden Viertelfinale ließ er Krzysztof Kajor aus Polen mit 15:6 keine Chance und hatte damit bereits Edelmetall sicher. Für den Sprung ins Finale reichte es gegen Dmitriy Nasonov aus Russland letztlich nicht. Meka verlor das Halbfinale mit 10:15 und holte sich somit verdient Platz Drei.

Gold ging an einen weiteren Starter des Deutschen Fechter-Bundes: Colin Heathcock (Eislingen) bezwang den Russen Nasonov im Finale mit 15:13 und krönte sich zum Kadetten-Europameister.

Bundestrainer Imre Bujdoso zeigte sich naturgemäß hoch zufrieden mit dem Abschneiden seiner Schützlinge: „Beide haben heute einen ganz starken Wettkampf gefochten. Zweimal Edelmetall für uns bei einer EM ist ein herausragendes Ergebnis.“

Zuvor standen bereits die Damen im Einzel auf der Planche. Die Dormagener Starterin Sina Neumann hatte in der Vorrunde einige Male das Pech auf ihrer Seite und musste sich mehrfach 4:5 geschlagen geben. So ging die 15-jährige nur an Rang 44 gesetzt in die K.O.-Gefechte und traf gleich in der Runde der besten 64 auf die starke Russin Alina Pastukhova, die die Deutsche mit 15:10 aus dem Turnier warf und sich später Bronze sicherte. Für Neumann blieb Rang 46.

Quelle: TSV Bayer Dormagen
Foto: Deutscher Fechter-Bund/Team Bizzi Fotografie

Stefan Friedheim holt Silber bei Junioren-Weltcup in Plovdiv

Zurück in der Spur! Nach dem frühen Ausscheiden beim Heim-Weltcup „Preis der Chemiestadt“ in Dormagen vor acht Tagen, rehabilitierte sich TSV-Fechter Stefan Friedheim mit Silber beim Weltcup der Junioren im bulgarischen Plovdiv. Auch Leon Schlaffer zeigte sich stark verbessert und erreiche das Achtelfinale. Beide Junioren-Hoffnungen des TSV Bayer Dormagen machten damit die Qualifikation für die EM Ende Februar und die WM Anfang April endgültig perfekt.

Friedheim, der das Sportinternat Knechtsteden besucht, zog mit Siegen gegen Rogelio Caballero (Spanien, 15:12), Mattia Rea (Italien, 15:13) und Alonso Santamaria (Spanien, 15:12) ins Achtelfinale ein, wo er ausgerechnet auf seinen Vereinskollegen und Internatskameraden Leon Schlaffer traf, der zuvor Furkan Kalender aus der Türkei mit 15:14 und Robert Vidovszky aus den USA mit dem gleichen Ergebnis geschlagen hatte.

„Dass die eigenen Fechter schon so früh aufeinandertreffen, ist natürlich unglücklich“, so Junioren-Bundestrainer Dan Costache. Die Oberhand im TSV-internen Duell auf internationaler Bühne behielt Friedheim, der Schlaffer in einem spannenden Gefecht 15:13 bezwang und auf einen guten 12. Platz verwies.

Im Viertelfinale ließ der 19-jährige Sherzod Mamutov aus Uzbekistan mit 15:8 keine Chance. Sein Halbfinalgegner war ausgerechnet der Weltcup-Sieger aus Dormagen, Luca Fioretto aus Italien. Friedheim zeigte eine bärenstarke Leistung und verhinderte den zweiten Finaleinzug des Italieners binnen einer Woche mit einem 15:13 Sieg. Für den ganz großen Wurf reichte es dann aber doch nicht: im Finale musste der Dormagener sich Giorgio Marciano, einem weiteren Italiener, deutlich mit 6:15 geschlagen geben.

„In Dormagen hatte Stefan ein bisschen Pech, jetzt ist er zurück in der Spur. Das macht uns natürlich Hoffnung für EM und WM“, lobte Coach Dan Costache, der sich auch über das gute Abschneiden der jüngeren Fechter Valentin Meka (50.), Philipp Methner (62.) und Julian Kühling (68.) freute.

Weiter geht es für die Junioren bereits kommende Woche mit dem Einzel- und Mannschaftsweltcup von Dourdan (Frankreich).

Quelle und Foto: TSV Bayer Dormagen

Italienischer Doppelsieg beim Junioren-Weltcup „Preis der Chemiestadt“ – Funke begeistert Publikum mit Rang Drei

Bei der 45. Ausgabe des Junioren-Weltcups „Preis der Chemiestadt“ in Dormagen gingen beide Titel nach Italien. Bei den Damen stand am Samstag Benedetta Taricco ganz oben auf dem Treppchen und im Wettbewerb der Herren setzte sich ihr Landsmann Luca Fioretto durch. Beste Deutsche war Julika Funke vom FC Würth Künzelsau, die Dritte wurde. Die Starter des Ausrichters TSV Bayer Dormagen hatten mit den Podestplätzen hingegen nichts zu tun.

Julika Funke war bereits vor dem Turnier als größte Hoffnung des Deutschen Fechter-Bundes für eine Top-Platzierung gehandelt worden und sie hielt den Erwartungen stand. Souverän kämpfte sie sich in die Runde der besten 8 vor, wo sie mit einem 15:13 gegen die Bulgarin Yoana Ilieva den Einzug ins Halbfinale perfekt machte. In einem packenden Gefecht auf der Hauptplanche, angefeuert von den zahlreich erschienenen Zuschauern auf den Rängen des Sportcenters, bot die Deutsche der späteren Siegerin Taricco im Halbfinale lange die Stirn und musste sich am Ende denkbar knapp mit 14:15 geschlagen geben.

„Es ist natürlich immer besonders spannend für die Zuschauer, eine Fechterin aus dem eigenen Land in den Finals auf der Planche zu sehen. Die letzte deutsche Beteiligung in den Halbfinals liegt bereits einige Jahr zurück: 2014 erreichte Eduard Gert das Finale, bei den Damen war es 2008 Lea Scholten. Die Stimmung war dementsprechend super und Julika hat toll gefochten. Schade, dass es nicht ganz für das große Finale gereicht hat, aber der dritte Platz bei einem so stark besetzten Weltcup ist ein riesiges Ausrufezeichen hinter ihre Ambitionen“, so Olaf Kawald, Sportlicher Leiter des TSV Bayer Dormagen.

Im Finale setzte sich Taricco mit 15:12 gegen Elizabeth Tartakovski aus den USA durch.

Beste Dormagener Fechterin war Felice Herbon auf Rang 30, gefolgt von Lisa Rütgers auf Rang 32. Beide scheiterten in der Runde der besten 32: Herbon verlor mit 7:15 gegen die Italienerin Alessia Di Carlo, Rütgers musste sich der Russin Dariya Drozd mit 12:15 geschlagen geben. „Natürlich hätten wir uns eine faustdicke Überraschung gewünscht, aber das Erreichen des 32er-Tableaus ist für die beiden eine gute Leistung“, so Kawald.

Weniger zufrieden war er mit dem Auftritt der männlichen Vertreter des TSV Bayer Dormagen. Leon Schlaffer, zuvor als ein Kandidat für die Top 16 gehandelt, scheiterte völlig überraschend bereits in der Vorrunde und verpasste den Einzug in die K.O.-Gefechte. Bester Dormagener war Stefan Friedheim, der allerdings auch bereits im Tableau der besten 64 die Segel streichen musste. Er scheiterte ebenfalls unerwartet mit 14:15 am Franzosen Duncan Glenadel und wurde 41., Valentin Meka erreichte ebenfalls die Runde der besten 64 und landete auf Rang 52. Bester Deutscher war Eric Seefeld vom Fechtzentrum Solingen auf Rang 25.

Im Finale setzte sich Luca Fioretto (ITA) in einem packenden Gefecht hauchdünn mit 15:14 gegen den Japaner Mao Kokubo durch. Den dritten Platz teilten sich Krisztian Rabb (HUN) und Szymon Hryciuk (POL).

„Aus Dormagener Sicht war bei den Herren mehr Schatten als Licht, was bei einem Heimweltcup naturgemäß besonders schade ist. Trotzdem haben die Zuschauer auch hier tolle Gefechte der internationalen Fecht-Elite gesehen“, gab Kawald zu Protokoll.

Ein großer Dank ging an die zahlreichen Helfer, den Hauptsponsor evd Dormagen und Schirmherr Bürgermeister Erik Lierenfeld:

„Der Preis der Chemiestadt hat inzwischen 45 Ausgaben auf dem Buckel und ist immer noch ein absolutes Highlight im Kalender der besten Fecht-Junioren der Welt. Zum ersten Mal haben wir das Event dieses Jahr auch über SportdeutschlandTV in die weite Welt gestreamt, kommentiert von Anna Limbach und wieder waren zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft, wie beispielsweise unser Bürgermeister Erik Lierenfeld und Hermann Gröhe, Mitglied des Deutschen Bundestages, zu Gast“, so Kawald weiter.

Stolz ist der Dormagener auch auf die Beteiligung der Aktiven Fechter des TSV. So übernahm Benedikt Wagner den Live-Kommentar in der Halle und Matyas Szabo kümmerte sich um die Technik. „Eine insgesamtt runde Sache. Die 46. Ausgabe kann kommen“, blickt Kawald abschließend schon jetzt aufs nächste Jahr.

Quelle: TSV Bayer Dormagen
Foto: H. Zaunbrecher

45. Preis der Chemiestadt: Junioren Weltcup in Dormagen

Am kommenden Samstag, den 1. Februar messen sich im Dormagener TSV Bayer Sportcenter die besten Junioren Säbelfechterinnen und -fechter der Welt. Der Weltcup „Preis der Chemiestadt“ findet bereits zum 45. Mal statt.

Über 300 Fechter aus rund 30 Nationen erwartet Olaf Kawald, sportlicher Leiter Fechten beim TSV Bayer Dormagen, am Samstag am Höhenberg. Einige Nationen – wie beispielsweise Ungarn und Japan – reisen bereits zum Wochenstart an, um noch ein Trainingslager auf dem Gelände des TSV abzuhalten.

Ernst wird es dann am Samstag, wenn sich der Fecht-Nachwuchs in den Einzelwettbewerben der Damen und Herren auf der Planche gegenüberstehen wird.

„Die Favoriten kommen in diesem Jahr aus Russland, den USA und auch aus Italien, aber vielleicht erleben wir auch eine faustdicke Überraschung, alles ist möglich“, gibt Kawald eine vorsichtige Prognose ab.

Natürlich stehen beim Heim-Weltcup vor allem die Starter aus Deutschland und im Speziellen aus den Reihen des TSV Bayer Dormagen im Fokus. Bei den Damen ruhen die Hoffnungen des Deutschen Fechter-Bundes auf Julika Funke vom FC Würth Künzelsau, die bereits mehrfach international auf sich aufmerksam machen konnte. Aus den Reihen des TSV Bayer Dormagen könnte Lisa Rütgers für eine Überraschung sorgen. Bei den Herren waren die beiden Dormagener Stefan Friedheim und Leon Schlaffer (Foto) zuletzt in guter Form und wollen vor dem Heimpublikum nach einer Top-Platzierung greifen. „Wir stellen insgesamt 13 Starter, was einen Großteil des DFB-Aufgebots ausmacht. Alle sind natürlich doppelt motiviert beim Heimweltcup auf sich aufmerksam zu machen“, so Kawald.

Hauptsponsor des 45. Preis der Chemiestadt ist der Energieversorger evd Dormagen. Die Schirmherrschaft hat der Dormagener Bürgermeister Erik Lierenfeld übernommen. „Wir freuen uns auf ein tolles Sportevent mit Fechtsport der Spitzenklasse und viele Gäste aus Sport und Politik, besonders aber natürlich über jeden Sportfan, der den Weg ins Sportcenter findet und die Athleten unterstützt“, sagt Kawald.

Spannend wird es am Samstag, den 1. Februar ab 18:30 Uhr. Dann starten die Finals (Top 8) der Damen und der Herren auf der Hauptplanche im Sportcenter.

Das Foto zeigt die Finalbegegnung der letzten Ausgabe: Roma (links, ITA) gegen Bibi (FRA)

Die Starterliste des TSV Bayer Dormagen:

1 FRIEDHEIM Stefan

2 KÜHLING Julian

3 MEKA Valentin

4 METHNER Philipp-Bernd

5 SCHLAFFER Leon

6 SPRINGER Colm

 

1 FÖRSTER Evi

2 HERBON Felice

3 KURTH Emily

4 NEUMANN Sina

5 RÜTGERS Lisa

6 WEILAND Kerstin

7 ZIOB Laura

BOLTE Hannah (Nachrücker)

GERT Nicole (Nachrücker)

KUSIAN Miriam (Nachrücker)

WALDER Greta (Nachrücker)

 

Quelle: TSV Bayer Dormagen
Foto: H. Zaunbrecher

« Ältere Einträge |

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Akzeptiert